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KN- & SZ-Leserreise vom 13.-20. Mai 2013

Alte Städte und unberührte Natur - eine Rundreise durchs Baltikum


„Viskas“, sagt Tereza in bestem Litauisch und strahlt: „Alle“ da. Ein allerletztes Mal hat unsere lettische Reiseleiterin durchgezählt und festgestellt, dass die 26 Teilnehmer der KN/SZ-Leserreise ins Baltikum wie immer pünktlich waren. Nun stehen die letzten von insgesamt 1900 Buskilometern an, zum Rigaer Flughafen, von wo es mit Air Baltic in nur anderthalb Stunden zurück ins verregnete Hamburg geht. Doch nach einer erlebnisreichen Woche in Lettland, Estland und Litauen fällt der Abschied schwer, nicht nur wegen des Sonnenscheins, der uns die ganze Reise begleitet hat. „Ich hoffe, Sie erzählen allen, wie wunderschön es im Baltikum ist“, sagt Tereza. Klar werden wir das.
Kurische Nehrung

Kurische Nehrung

© Ingolf Haake

Riga. Von kilometerlangen Stränden wie in Pärnu (Estland), Jurmala (Lettland) oder Juodkrante (Litauen) werden wir berichten, von schier endlosen Wäldern und malerischen Seen mit bunten Pippi-Langstrumpf-Holzhäusern an den Ufern, von unzähligen Störchen auf saftigen Wiesen oder von den Maikäfern, die in Sigulda (Lettland) von den Bäumen plumpsen und nun auf eine helfende Hand warten, die sie aus ihrer misslichen Rückenlage befreit.

Schwärmen werden wir auch von den drei pulsierenden Hauptstädten, in denen in Sachen Politik, Kultur, Wirtschaft die Herzen der jungen Republiken schlagen. Von dem mittelalterlich geprägten Tallinn (Estland), dessen stilvoll restaurierte Altstadt rund um den Domberg zu den schönsten Europas zählt, von Riga (Lettland) mit seinen fast 900 eleganten Jugendstilfassaden oder dem barocken Vilnius (Litauen) mit seinen stolzen Frauen, die mit ihren hochhackigen Schuhen selbst auf den unzähligen Kopfsteinpflastern stilvoll Haltung bewahren. Ihren grauen Sowjet-Mief haben die Städte in den fast zwei Jahrzehnten ihrer Unabhängigkeit längst abgelegt. Okkupationsmuseen zeugen allerdings noch von den langen Leidenszeiten unter fremden Patriarchen. Ihre hässlichen „Denkmäler“ findet man noch abseits der Zentren, marode Plattenbauten, die von Tereza in Erinnerung an ihre obersten Bauherren liebevoll „Chruschtschowskis“ und „Breschnewskis“ genannt werden. Andernorts erinnern noch prachtvolle Ordensburgen, edle Landsitze des Adels sowie Schlösser und Zarenpaläste an die bewegte baltische Vergangenheit unter deutscher, dänischer, schwedischer oder russischer Knute.

Vor allem aber werden wir die unverwechselbare Schönheit der Kurischen Nehrung in Erinnerung behalten. Jener knapp 100 km langen Landzunge zwischen Kurischem Haff und Baltischer See, deren schillernde Vielfalt jeden Besucher betört, ob nun mit den bis zu 60 Meter hohen Wanderdünen, idyllischen Fischerdörfern  oder dem „Italienblick“, den schon Thomas Mann aus seinem Sommerhaus in Nidden genoss.

Traumhafte Landstriche mit Natur pur, in denen man so herrlich entschleunigen kann, gastfreundliche und hilfsbereite Menschen, die nur bei ihren geliebten Sängerfesten auf leise Töne verzichten, eine wunderbar deftige und bodenständige Küche, die stark an Omas ostpreußische Kochkünste erinnert – es gibt noch so viel, wovon wir berichten werden. „Viskas gerai“, sagen wir zum Abschied zu Tereza. „Alles bestens“ – das war es im Baltikum wirklich.  

Ingolf Haake

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