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Circus unter Wasser – von der Quelle bis heute...

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Das nasse Element übt seit jeher eine besondere Faszination  auf den Menschen aus. So ist es kein Wunder, dass auch die Unterhaltungskunst Circus Wasser und Fontänen für ihre Inszenierungen nutzt. Schon seit Ende des 19. Jahrhunderts eroberte die originelle Idee des Wassercircus die Manege.

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Als Begründer des „Circus unter Wasser“ – womit nicht eine Unterwasser-Schau gemeint ist, sondern die Manege, die unter Wasser steht – gilt der Pariser „Cirque Nouveau“ der 1886 zum ersten Mal seine Manege flutete. Der Erfolg war kolossal, sein Beispiel machte weltweit Schule.

In Deutschland waren es zu Beginn des 20. Jahrhundert  Busch,  Renz und Schumann in Berlin, die mit revueartigen „Wasserpantomimen“ in ihre Circusbauten lockten. Meterhohe Fontänen, Wasserfälle, feenhafte Beleuchtung und 350 Mitwirkende sorgten für das ganz große Spektakel.  Die „Wassermina“ wurde zum Berliner Original und zur Romanfigur von Paula Busch, das jedes Kind kannte.
Nach dem zweiten Weltkrieg nutzten auch die im Zelt reisenden Circusse die Attraktivität von „Wasser, Feuer, Abenteuer“. Circus Apollo, Willy Holzmüller, Gleich, Barlay, Strassburger in Holland, Togni in Italien oder Pinder in Frankreich ließen das Wasser in die Manege stürzen.

Und auch der angesehene Schweizer Nationalcircus Knie zeigte in viermal eine Wassershow, zuletzt 1989.
Seither ist diese originelle Variante der Circuskunst etwas in Vergessenheit geraten. Es ist der Initiative der italienischen Zirkusfamilie Zoppis zu verdanken, dass das kühle Nass eine erfrischende Renaissance erlebt. Nach Gastspielen in Spanien, Italien, Griechenland und Österreich jetzt auch in Deutschland…

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