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Gesundheitswesen aktuell Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Chirurgie in der Praxisklinik Kiel
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15:17 09.08.2013
Das Ärzteteam des MVZ Chirurgie.
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Aktuell sind hier acht Fachärzte für Chirurgie und Orthopädie tätig. Zusätzliche Facharztqualifikationen, wie Gefäßchirurgie, Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie), Unfallchirurgie, spezielle orthopädische Chirurgie, Handchirurgie, Sportmedizin und Phlebologie (Venenheilkunde) werden umfassend abgedeckt. Dies schlägt sich im operativen Behandlungsspektrum nieder. Dieses deckt praktisch die gesamten ambulant und kurzstationär möglichen Eingriffe in den aufgeführten Fachgebieten ab. Schwerpunkte sind die Bauch- und Schilddrüsenchirurgie, die Orthopädie mit Hand- und Fußchirurgie, die operative Sanierung von Krampfadern und arthroskopische Operationen an den großen Gelenken des Körpers. Die ambulanten Operationen werden sämtlich im eigenen Operationszentrum in der Praxisklinik Wellingdorf durchgeführt. Die stationär notwendigen Operationen erfolgen in der HELIOS-Klinik Kiel an der Hamburger Chaussee. Eine enge Kooperation besteht in den Schwerpunkten Endoprothetik und verletzungsbedingte Wirbelsäulenchirurgie mit der Klinik für Unfallchirurgie am UKSH in Kiel. Darüber hinaus ist ganztags eine Wundsprechstunde unter der Leitung der Allgemeinärztin Frau Dr. Timm eingerichtet. In dieser Wundambulanz werden Patienten mit chronischen Wunden interdisziplinär behandelt, regelmäßig trifft sich hier auch der Arbeitskreis „Wundnetz Kiel“. Die Unfallambulanz des MVZ Chirurgie ist erste Anlaufstelle für Arbeits- und Schulunfälle und steht auch am Wochenende und an Feiertagen als Notfallambulanz der Bevölkerung zur Verfügung. Ein wichtiges Thema ist für die Ärzte auch die Aus- und Weiterbildung. Zurzeit erhalten zwei Assistenzärzte hier ihre chirurgische Ausbildung. Oft werden die Ärzte des MVZ Chirurgie auch als Sachverständige benötigt. So ist der ärztliche Leiter Dr. Schmitz nicht nur für die Berufsgenossenschaften, sondern auch für eine Reihe von Gerichten als Gutachter tätig.

Kreuzbandplastik
Ein Kreuzbandriss ist immer Ausdruck einer schweren Verdrehverletzung des Kniegelenkes. Häufig wird dabei das Knie bei feststehendem Unterschenkel durch eine Drehbewegung des Oberkörpers verdreht, wie z.B. im fixierten Ski-Schuh beim alpinen Skilaufen oder beim Fußballspiel mit fest haftendem Stollen im Rasen. Am häufigsten ist das vordere Kreuzband betroffen. Oftmals liegen aber auch zusätzliche Beschädigungen im Knie vor, wie z.B. Meniskusrisse oder Knorpelaufbrüche. Erleidet der Patient eine solche Komplexverletzung des Kniegelenkes, so wird im Regelfalle einige Tage nach dem Unfall eine operative Kniegelenksspiegelung durchgeführt.

Ziel dieser Akut-Operation ist es, die angesprochenen Begleitschäden zu sichern und zu behandeln. Der eigentliche Kreuzbandriss wurde früher auch sofort durch Naht oder Verstärkung mit einem Kunststoffband versorgt. Die Ergebnisse aber waren schlecht. Oft verblieben Instabilitäten oder erhebliche Bewegungseinschränkungen, so dass diese Operationstechnik wieder verlassen wurde.

Wenn der Patient schon älter ist und wenn er keine hohen sportlichen oder beruflichen Ansprüche an sein Knie stellt, so kann die durch den Kreuzbandriss resultierende Instabilität auch alleine durch Krankengymnastik und Muskelaufbau kompensiert werden. In allen anderen Fällen aber sollte eine definitive operative Stabilisierung angestrebt werden, was im Regelfalle etwa vier bis sechs Wochen nach der Verletzung möglich ist. Standardmäßig wird dabei eine so genannte „autologe Sehnentransplantation“ vorgenommen, d.h. es wird körpereigenes Sehnenmaterial für die Verpflanzung gewonnen. Am häufigsten findet dabei die Kniescheibensehne (Patellarsehne) oder eine rückwärtige Oberschenkelsehne (Semitendinosus-Sehne) Verwendung. Im eigenen Vorgehen wird bei der primären Operation fast ausschließlich die Semitendinosus-Sehne gewählt. Dies hat den Vorteil, dass aus der Entnahme resultierende Beschwerden (Hebedefekt) praktisch nicht zu erwarten sind und das kosmentische Ergebnis mit einer kleinen Narbe deutlich besser ist als bei der Patellarsehne. Außerdem werden keine Metallimplantate (Schrauben) benötigt, die im Körper verleiben müssten.

Angestrebt wird eine stabile Fixation, die es gestattet, auf eine Ruhigstellung des Kniegelenkes zu verzichten. Dies kann erfolgen mit Schrauben oder mit Querbolzen, die resorbierbar sind und sich mit der Zeit im Körper auflösen.

Die konkrete Nachbehandlung richtet sich nach dem angewandten Operationsverfahren und ist abhängig von den Begleitverletzungen. Im Regelfalle wird aber eine ambulante Rehabilitation mit intensiver Physiotherapie über zwei bis drei Monate notwendig sein. Dynamische Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko (z.B. Fußball, Handball, Squash) können erst nach vollständigem Wiederaufbau der Muskulatur aufgenommen werden, dies ist frühestens sechs bis neun Monate nach der Operation der Fall.

Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) Chirurgie
in der Praxisklinik Kiel
Schönberger Straße 11, 24118 Kiel
Tel.: 0431-7 20 64 40

Internet: www.chirurgie-kiel.de

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