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Sie leiden unter Rücken- oder Nackenproblemen?

Die Wirbelsäulenspezialisten der Ostseeklinik Damp bieten ganzheitliche Konzepte Sie leiden unter Rücken- oder Nackenproblemen?

Acht von zehn Deutschen leiden hin und wieder unter Rückenschmerzen. Jeden zweiten begleiten die Schmerzen wiederkehrend oder sogar dauerhaft. Viele Betroffene haben einen jahrelangen Ärztemarathon hinter sich und bekommen doch nicht immer die Untersuchungen und Therapien, die ihnen wirklich helfen. Denn Rückenschmerzen sind oft komplex und können – nicht oder nicht ausreichend behandelt – schnell in eine chronische Schmerzerkrankung übergehen.

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Hand in Hand gegen den Schmerz

Deswegen erwartet Betroffene in der HELIOS Ostseeklink Damp ein interdisziplinäres Team aus den Wirbelsäulenspezialisten der Abteilung Neurochirurgie, Schmerztherapeuten, Orthopäden, Rheumatologen, Physio- und Ergotherapeuten sowie Osteopathen. Innerhalb kürzester Zeit erhalten Patienten so alle nötigen Untersuchungen und wichtigen Konsultationen, für die sie sonst wochenlang von einem Termin zum anderen eilen müssten. Durch die unmittelbar benachbarte Rehaklinik Damp besteht bei Bedarf zudem die Möglichkeit von Akutbehandlung und anschließender Rehabilitation aus einer Hand.

„Die konservativen und rehabilitativen Therapiekonzepte, die in Damp zur Behandlung von Rücken- und Nackenbeschwerden etabliert sind, aber auch die personelle Fachkompetenz dazu suchen bundesweit ihresgleichen“, sagt Privatdozent Dr. Aldemar Andres Hegewald, seit dem 1. April neuer Chefarzt der Abteilung Neurochirurgie der Ostseeklinik Damp. Dies seien zwei der wichtigsten Gründe für ihn gewesen, sich für Damp zu entscheiden, so der 42-Jährige, der sich seit Beginn seiner Ausbildung in der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg auf die Behandlung und Erforschung von Wirbelsäulenerkrankungen spezialisiert hat. Insbesondere für die Behandlung von schwierigen Wirbelsäulenproblematiken, beispielsweise nach komplizierten Verläufen oder Voroperationen, Erkrankungen der Halswirbelsäule sowie Tumoren der Wirbelsäule, die einen Schwerpunkt seiner klinischen Tätigkeit bilden, habe er hier das optimale Umfeld gefunden und könne Patienten ganzheitliche aufeinander und individuell auf den Patienten abgestimmte Therapiekonzepte anbieten, so Hegewald.

Behandlungsphilosophie: Stufenschema

Die Wirbelsäulenspezialisten in der Ostseeklinik setzen auf ein Stufenschema. „Vorrang hat bei uns 
immer die am wenigsten invasive Therapiemaßnahme, die nach evidenzbasierten Kriterien erfolgversprechend ist“, so Hegewald. Im konkreten Fall kann ein solches Stufenschema so aussehen: Ein Patient mit Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in Hüfte und Bein kommt in die Ambulanz der Abteilung Neurochirurgie. Neben der eingehenden Diagnostik durch die Wirbelsäulenspezialisten wird der Patient auch den Kollegen der orthopädischen Abteilung vorgestellt. Können die Beschwerden z.B. von der Hüfte herrühren? Nach den Untersuchungen, die einen leichten Gleitwirbel zeigen, wird gemeinsam mit dem Patienten ein fünftägiger konservativer Aufenthalt vereinbart. „Wir hier in Damp haben die einzigartige Möglichkeit, Patienten zunächst zur konservativen Therapie aufzunehmen. Durch intensive Physiotherapie, physi­kalische und ostheopathische Behandlungen versuchen wir, Menschen aus akuten Schmerz­episoden zu befreien und einer drohenden Chronifizierung vorzubeugen. Vor allem aber wollen wir den einzelnen Menschen mit seiner individuellen Wirbelsäulenproblematik kennenlernen und so verstehen, wie man ihm gezielt helfen kann“, erklärt Hegewald. Durch dieses Kennenlernen, eingehende Diagnostik sowie die Möglichkeit verschiedener Infiltrations- und Denervationstechniken lassen sich Operationen oft ver­meiden und/oder entscheidende Erkenntnisse für die weitere Behandlung gewinnen.

Spezialisten auch für Hochbetagte

„Besonders wichtig ist mir persönlich, Menschen, die zu uns kommen, von vornherein verständlich zu ihrer Wirbelsäulenerkrankung zu beraten, und mit Ihnen gemeinsam einen zielgerichteten und individuellen Therapieplan zu erarbeiten“, so Hegewald. Die Ostseeklinik Damp deckt dabei das komplette moderne Behandlungsspektrum von einer speziellen multimodalen Schmertherapie, interventionellen Verfahren wie Rückenmarksstimulatoren oder Schmerzpumpen bis hin zu minimalinvasiven und offenen neurochirurgischen Operationsverfahren ab.

Und noch etwas liegt Chefarzt Hegewald sehr am Herzen: die Behandlung von Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter. „In diesem Bereich hat es in den letzten Jahren wichtige Erkenntnisse und Entwicklungen gegeben, die – trotz hohen Lebensalters - eine sichere und wirkungsvolle Behandlung ermöglichen“, berichtet Hegewald. Typische Wirbelsäulenerkrankungen im Alter sind z.B. Einengungen des Spinalkanals, Gleitwirbel, degenerative Skoliosen, durch Osteoporose bedingte Wirbelkörperbrüche aber auch Wirbelsäulenmetastasen.

Beste Hygienedaten

Ein besonderes Plus an Sicherheit, von dem auch und gerade betagte Patienten profitieren, sind die hervorragenden Hygienedaten in der Ostseeklinik Damp. Infektionen mit multiresistenten Bakterien sind immer wieder Thema medialer Berichterstattung. Und schon Infektionen mit normalen Keimen stellen bei Operationen am Bewegungsapparat eine schwere Komplikation dar. Hier bietet die Ostseeklinik größtmögliche Sicherheit: Als Spezialklinik für Wirbelsäulen- und Gelenkchirurgie werden ausschließlich geplante Eingriffe durchgeführt. Dadurch können die zahlreichen Hygienemaßnahmen mit größter Gewissenhaftigkeit umgesetzt und eingehalten werden. Mit Erfolg: Bei den regelmäßig erhobenen und im Internet veröffentlichten Hygienedaten und den Wundinfektionszahlen schneidet die Ostseeklinik seit Jahren hervorragend ab.

Effiziente Schmerzvermeidung – auch für chronische Schmerzpatienten

Doch nicht nur der Infektionsschutz beginnt in der Ostseeklinik schon vor der Operation. Da es nach Operationen zu starken Schmerzen kommen kann, werden mit dem Patienten schon vor dem Eingriff die Möglichkeiten der effizienten Schmerzlinderung besprochen. In der Ostseeklinik stehen alle modernen Verfahren zur peri- und postoperativen Schmerzbehandlung zur Verfügung. Dadurch lassen sich selbst stärkste Beschwerden für einen gewissen Zeitraum nahezu auszuschalten. Das ist auch und besonders für Patienten mit chronischen Schmerzen, bei denen ein operativer Eingriff nötig wird oder bei denen eine zusätzlich schmerzhafte Erkrankung aufgetreten ist, sehr wichtig.

Für Frischoperierte steht in der Ostseeklinik zudem ein elfköpfiges, rund um die Uhr erreichbares Team aus speziell ausgebildeten Pflegekräften, so genannte painnurses (Schmerzschwestern) zur Verfügung. Diese besuchen die Patienten mindestens zweimal am Tag. „Das Ziel ist, gemeinsam mit dem Patienten den optimalen Mittelweg aus Schmerzfreiheit und früher Mobilisation zu finden“, sagt Schwester Kerstin Peeck, wie die meisten Kollegen des durchweg examinierten Pflegeteams schon seit Jahrzehnten in der Ostseeklinik beschäftigt: „Dazu arbeiten wir eng mit Physiotherapeuten, Ärzten und Pflegekräften anderer Stationen zusammen.“

Rückenmarkstimulation: Hilfe bei chronischen Schmerzen

Die so genannte epidurale Rückenmarkstimulation  (abgekürzt SCS = spinal cord stimulation) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung von Nervenschmerzen. Fragen dazu beantwortet Privatdozent Dr. med. Aldemar Andres Hegewald, Wirbelsäulenspezialist und Chefarzt der Abteilung für Neurochirurgie/Wirbelsäulenchirurgie der HELIOS Ostseeklinik Damp.

Wie funktioniert so eine Rückenmarkstimulation?

„Das Prinzip ist einfach: Über eine oder mehrere Elektroden werden Stromimpulse auf die Rückenmarkshaut geleitet. Diese spürt der Patient als angenehmes Kribbeln, das die Schmerzen überlagert.“

Für wen ist das Verfahren geeignet?

„Wir verwenden Rückenmarksstimulatoren vor allem um Menschen zu helfen, die nach mehreren Voroperationen am Rücken unter Schmerzen leiden, die in Arme oder Beine ausstrahlen. Studien haben gezeigt, dass in solchen Fällen eine erneute Operation wenig Sinn macht und eine Rückenmarkstimulation größeren Erfolg verspricht. Aber auch bei Phantomschmerzen nach Amputationen, gefäß- bzw. durchblutungsbedingten Schmerzen sowie Polyneuropathien z.B. bei Diabetes finden Rückenmarkstimulatoren heutzutage erfolgreich Anwendung.“

Bedarf es dazu einer Operation?

„Ja, diese wird in zwei Schritten durchgeführt und ist äußerst risikoarm. In einem ersten Schritt wird unter lokaler Betäubung und Röntgenkontrolle eine feine Sonde über eine Spezialnadel durch die Haut zur Rückenmarkshaut vorgeschoben. In den folgenden Tagen werden die Position der Sonde, Stromstärke und Impulsfrequenz variiert. Gemeinsam mit dem Patienten wird die Wirkung auf den Schmerz getestet. Stellt sich Erfolg im Sinne einer deutlichen Schmerzreduktion ein, erfolgt ein zweiter Eingriff. Dabei wird, diesmal unter Vollnarkose, ein impulsgebender Stimulator, vergleichbar mit einem Herzschrittmacher, unter die Haut implantiert.“

Bedarf es dazu einer Operation?

„Ja, diese wird in zwei Schritten durchgeführt und ist äußerst risikoarm. In einem ersten Schritt wird unter lokaler Betäubung und Röntgenkontrolle eine feine Sonde über eine Spezialnadel durch die Haut zur Rückenmarkshaut vorgeschoben. In den folgenden Tagen werden die Position der Sonde, Stromstärke und Impulsfrequenz variiert. Gemeinsam mit dem Patienten wird die Wirkung auf den Schmerz getestet. Stellt sich Erfolg im Sinne einer deutlichen Schmerzreduktion ein, erfolgt ein zweiter Eingriff. Dabei wird, diesmal unter Vollnarkose, ein impulsgebender Stimulator, vergleichbar mit einem Herzschrittmacher, unter die Haut implantiert.“

Bedarf es dazu einer Operation?

„Ja, diese wird in zwei Schritten durchgeführt und ist äußerst risikoarm. In einem ersten Schritt wird unter lokaler Betäubung und Röntgenkontrolle eine feine Sonde über eine Spezialnadel durch die Haut zur Rückenmarkshaut vorgeschoben. In den folgenden Tagen werden die Position der Sonde, Stromstärke und Impulsfrequenz variiert. Gemeinsam mit dem Patienten wird die Wirkung auf den Schmerz getestet. Stellt sich Erfolg im Sinne einer deutlichen Schmerzreduktion ein, erfolgt ein zweiter Eingriff. Dabei wird, diesmal unter Vollnarkose, ein impulsgebender Stimulator, vergleichbar mit einem Herzschrittmacher, unter die Haut implantiert.“

Sie bieten auch die Behandlung mit sogenannten Schmerzpumpen an. Was ist der Unterschied zwischen einem Rückenmarkstimulator und einer Schmerzpumpe?

„Ein Rückenmarkstimulator überdeckt den Schmerz durch elektrische Impulse. Bei einer Schmerzpumpe werden schmerzstillende Medikamente von einer entweder externen oder ebenfalls unter die Haut implantierten Pumpe mittels eines schmalen Katheters in das Nervenwasser abgegeben, wo es dann direkt am schmerzleitenden Nervengewebe wirken kann. Schmerzpumpen kommen bei chronischen Schmerzpatienten mit sehr langen Leidenswegen, Tumorpatienten mit starken Schmerzen und Menschen zum Einsatz, die z. B. ihre oralen Schmerzmedikamente nicht mehr vertragen. Im Vergleich zum Rückenmarksstimulator sind die Wechselintervalle aber stark verkürzt: Die Pumpe muss alle sechs bis zwölf Wochen mittels Injektion wieder aufgefüllt werden.“

HELIOS Ostseeklinik Damp
Abteilung Neurochirurgie/Wirbelsäulenchirurgie
Seute-Deern-Ring 20
24351 Ostseebad Damp
Telefon: (04352) 80-6236
Fax: (04352) 80-6234
E-Mail : neurochirurgie-damp@helios-kliniken.de
Internet: www.helios-kliniken.de/klinik/damp-ostseeklinik.html

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