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Gesundheitswesen aktuell So reduzieren Sie Rötungen, Pusteln und Co.
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09:24 10.10.2016
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Pickel, Rötungen und ein unreines Hautbild verbinden viele Menschen mit Akne. Doch nicht immer steckt auch tatsächlich Akne hinter diesen Hautveränderungen. Rosacea äußert sich mit ganz ähnlichen Symptomen, hat aber sonst nichts mit der Hautkrankheit gemein. In Deutschland leiden fünf bis sieben Prozent aller Erwachsenen unter Rosacea. Besonders häufig tritt die Krankheit nach dem 40. Lebensjahr auf. Im Interview erklärt Dr. Johannes Müller-Steinmann, ärztlicher Direktor des Hautarztzentrums Kiel, was hinter der Krankheit Rosacea steckt und wie Betroffene die Symptome lindern können. 

Herr Dr. Müller-Steinmann, wie genau macht sich Rosacea bemerkbar?

Im Anfangsstadium der Krankheit rötet sich die Haut im Gesicht, vor allem an Stirn, Nase Kinn und Wangen. Einzelne Äderchen weiten sich und werden sichtbar. Auch gereizte oder brennende Haut ist typisch. Die Rötungen treten meist plötzlich auf und sind nur vorübergehend. Mediziner nennen diese Reaktion „Flush“. Bleibt die Rosacea unbehandelt, können sich, wie bei Akne, entzündete Papeln und Pusteln bilden. Es fehlen aber die aknetypischen Mitesser. Ist die Krankheit weit fortgeschritten, verdickt sich in vielen Fällen das Bindegewebe im Gesicht. Eine knollenartige Nase ist charakteristisch dafür.

Und wodurch wird Rosacea ausgelöst?

Die genauen Ursachen sind bisher noch nicht bekannt. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass die genetische Veranlagung eine große Rolle spielt. Zudem können zahlreiche Umstände einen neuen Krankheitsschub auslösen. Besonders sensibel regiert die Haut auf Temperaturschwankungen. Aber auch Wärme, Kälte, Stress, scharfe Gewürze, Alkohol, körperliche Anstrengung sowie UV-Strahlen können einen „Flush“ auslösen. 

Welche Behandlungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung?

Wichtig zu wissen ist, dass die Krankheit nicht heilbar ist, wir die Symptome aber gut behandeln können. Je eher wir eine Therapie beginnen, desto erfolgreicher verläuft sie üblicherweise.

Welche konkrete Therapie wir wählen, hängt davon ab, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist. Antibiotikahaltige Gels, Cremes oder Lotions reduzieren bei leichteren Beschwerden die Entzündungen. Auch Arzneimittel mit einem speziellen, niedrig dosiertem Antibiotikum, können die entzündete Haut beruhigen. Zudem hilft eine Laserbehandlung oft gut, die dauerhaften Rötungen und Gefäßerweiterungen zu reduzieren oder sogar ganz verschwinden zu lassen. 

Wie genau behandeln Sie die Rosacea mit dem Laser?

Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, behandeln wir die Betroffenen mit zwei unterschiedlichen Lasern. Der Farbstofflaser vermindert oder beseitigt die erweiterten Blutäderchen. Der Lichtimpuls durchdringt die oberste Hautschicht und wird dort in Wärme umgewandelt. Diese „schweißt“ die Blutgefäße zusammen und Rötungen nehmen ab. Je nachdem, wie ausgeprägt die Rosacea ist, sind wenigstens drei Sitzungen notwendig. Mit Hilfe eines Diodenlasers lassen sich zusätzlich die Talgdrüsen verkleinern, wodurch weniger Rötungen und Papeln entstehen.

Was können Betroffene selbst tun, um die Symptome zu lindern? 

Es ist wichtig, die Haut so wenig wie möglich zu reizen. Nutzen Sie für die Reinigung daher nur milde Waschgele oder klares Wasser und verzichten Sie auf seifenhaltige Produkte. Meiden Sie auch Peelings und alkoholhaltige Präparate, da diese zu aggressiv für die ohnehin empfindliche Haut sind. Für die Pflege eignet sich am besten eine Tages-Lotion mit hohem Wasseranteil und wenig Fett. Meiden Sie lange Sonnenbäder und schützen Sie das Gesicht zusätzlich mit einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50. Auch kalte Temperaturen lösen häufig einen „Flush“ aus. Tragen Sie daher eine spezielle Kälteschutzcreme auf, wenn Sie sich länger draußen aufhalten. Je nach persönlichem Empfinden kann es auch helfen, auf scharfe Speisen, Alkohol oder Saunagänge zu verzichten.

Hautarztzentrum Kiel

Alter Markt 1–2, 24103 Kiel

Tel 0431-3 80 18 10

Fax 0431-3 80 18-11

www.hautarztzentrum-kiel.de

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