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Vasoresektion – die Verhütungsmethode für den Mann

„Schatz, jetzt bist du mal dran…“ Vasoresektion – die Verhütungsmethode für den Mann

Informationen zur Samenleiterunterbindung von Dr. med. Oliver Thiemann und Dr. med. Jens Orthmann

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Facharztpraxis für Urologie
Dr. med. Oliver Thiemann und
Dr. med. Jens Orthmann

Die Vasektomie (Samenleiterunterbindung) gilt als die derzeit sicherste, effektivste und einfachste Methode als Verhütungsmethode beim Mann.
Für den Mann gibt es nur zwei Möglichkeiten einer unerwünschter Schwangerschaft eigeninitiativ vorzubeugen: das Kondom und die Vasektomie.

Alle bisherigen Versuche, durch Hormone oder Medikamente eine wirksame Kontrolle der Samenzellbildung beim Mann zu erreichen, sind sowohl aufgrund der Nebenwirkungen und der ungewissen Sicherheit, als auch wegen noch nicht abgeschlossener Forschungen derzeit nicht einsetzbar. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine effektive medikamentöse Methode (Pille für den Mann) zur Unterdrückung der Samenzellbildung in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Bisher sind nach Schätzungen mehr als 100 Millionen Männer weltweit sterilisiert worden. Solange ein Kinderwunsch besteht, kümmert sich meist die Partnerin um die Verhütung. Nach Abschluss der Familienplanung, übernimmt zunehmend der Mann die Aufgabe der Fertilitätskontrolle in Form einer Vasektomie.

Wie sicher ist diese Methode?
Die Versagerquote dieser Form der Schwangerschaftsverhütung liegt nach dem Pearl Index (Anzahl der Schwangerschaften von 100 sexuell aktiven
 Frauen in einem Jahr) bei 0,1%–0,4% (0,1 = 1 von 1.000 pro Jahr)

Im Vergleich dazu:

• Der Pearl Index für das Kondom als Verhütungsmethode liegt bei 3–4 % (3–4 von 100 pro Jahr)
• Der Pearl Index für den vorzeitig unterbrochenen Geschlechtsverkehr (Coitus Interruptus; „Aufpassen“) als Verhütungsmethode liegt je nach Literaturquelle bis zu 38% (38 von 100 pro Jahr).
• Der Pearl Index für die Antibabypille (Verhütung durch die Frau) liegt je nach Präparat und bei korrekter Einnahme zwischen 0,1 und 0,9%.

Wie funktioniert der Eingriff?
Die Vasektomie ist ein kleiner operativer Eingriff, der meist mit örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) ambulant durchgeführt werden kann. Dabei werden beide Samenleiter durchtrennt und von beiden Samenleitern Teilstücke von zirka 3 cm Länge entfernt. Der Eingriff selbst dauert je nach Operationstechnik zirka 20 Minuten. Nach dem Eingriff sollte man sich noch für 1–2 Tage schonen. Danach können leichte sitzende Tätigkeiten wieder ausgeübt werden.
Nach der Vasektomie können noch mehrere (meist 2–3) Monate lang befruchtungsfähige Spermien in der Samenflüssigkeit vorhanden sein. Deshalb ist noch eine zusätzliche Verhütung erforderlich. Erst wenn bei Kontrolluntersuchungen keine befruchtungsfähigen Spermien mehr nachgewiesen werden, kann von einer zusätzlichen Verhütung abgesehen werden.

Vasektomie und Potenz
Die Männlichkeit und Potenz wird bei dem Eingriff nicht berührt, da der Hormonhaushalt nicht verändert wird, weil an den Hoden, in denen das männliche Hormon (Testosteron) gebildet wird, nichts verändert wird. Auch nach einer Vasektomie werden Samenzellen gebildet. Diese werden aber noch im Hoden abgebaut, es entsteht also kein Stau.

Gibt es einen Einfluss auf die Sexualität?
Bei einem Orgasmus ist die ausgestoßene Flüssigkeitsmenge nach einer Vasektomie genau so groß, wie vorher. Sie enthält jetzt immer noch das Prostatasekret, das auch vorher einen Großteil des Ejakulates ausmachte. Nur Samenzellen sind nicht mehr enthalten. Es gibt also keinen Grund, vor Potenzproblemen Angst zu haben.

Kosten
Der Eingriff wird in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Die Kosten richten sich nach dem Aufwand des Eingriffes und werden nach der aktuellen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet.
Für weitere Informationen sprechen Sie mit Ihrem Urologen.

Facharztpraxis für Urologie
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T 0431-94855
www.urologen-zentrum-kiel.de

Text und Foto: Facharztpraxis für Urologie

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