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Gesundheitswesen aktuell Was Sie über Rheuma wissen sollten
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09:25 29.03.2017
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Gemeint ist zumeist die Arthrose, also der (auch nicht ganz zutreffend so bezeichnete) „Gelenkverschleiß“, der allenfalls am Rande zu den rheumatischen Erkrankungen gezählt wird. Rheuma als Krankheit gibt es eigentlich gar nicht. Es handelt sich um einen Überbegriff, hinter dem sich zahlreiche, sehr unterschiedliche Krankheitsbilder verbergen.  Eine Gemeinsamkeit ist oft Schmerz an Gelenken und Muskeln. Einige rheumatische Erkrankungen, wie die Polymyalgia rheumatica, beginnen tatsächlich erst im höheren Alter. Die meisten treten jedoch zwischen 30 und 50, einige auch in jüngeren Jahren, oder sogar in der Kindheit auf. 

Eine andere verbreitet Meinung: Rheuma ist gar nicht so schlimm, tut nur ein bisschen weh. Ganz falsch: tatsächlich sind manche der Krankheiten unbehandelt sogar in kurzer Zeit tödlich, z.B. die Vaskulitiden, bei denen es zu Entzündungen der Blutgefäße kommt. Dies kann praktisch alle Organe schädigen. Aber auch das klassische Gelenkrheuma, die Rheumatoide Arthritis, spielt sich bei weitem nicht nur an den Gelenken ab. Unzureichend behandelt verkürzt sie, wegen eines stark erhöhten Herz-Kreislaufrisikos, deutlich die Lebenserwartung. Muskel- und Gelenkschmerzen sind nur mögliche Symptome unter vielen anderen. Auch Beschwerden, die oft gar nicht mit „Rheuma“ in Verbindung gebracht werden, können Anzeichen einer ernsten Krankheit sein. So ist ein Besuch beim Internisten und Rheumatologen ratsam, wenn hartnäckig trockene Schleimhäute, z.B. trockene Augen bestehen. Auch Entzündungen der Augen können Zeichen einer rheumatischen Erkrankung sein. Vielfältige Hautveränderungen sind Begleiterscheinungen. Dies können Rötungen und Wunden, z.B. an den Schienenbeinen, aber auch bei Kälte weiß absterbende Finger sein. Manche Rheumaarten führen zu Schäden an Nerven, so dass auch ungeklärte Missempfindungen oder Lähmungen Ausdruck von rheumatischen Erkrankungen sein können. In anderen Fällen fehlen eindeutige Symptome sogar ganz. Bei schlechtem Allgemeinbefinden, unerklärtem Fieber oder Gewichtsverlust, stellt nicht selten, oft am Ende einer langen diagnostischen Irrfahrt, der Rheumatologe die Diagnose. Dieser sollte insbesondere hinzugezogen werden, wenn im Labor eine Entzündung nachweisbar ist.

Nach der Diagnose kommt die Therapie. Die verbreitete Meinung: bei Rheuma kann (muss) man eh nichts machen. Schmerzmittel reichen aus und wenn man zum Rheumatologen geht, bekommt man sowieso nur Kortison. Vor 60 Jahren wäre diese Aussage tatsächlich nicht weit von der Wahrheit entfernt gewesen. Zum Glück hat sich dies dramatisch geändert. Auf der Basis einer sorgfältigen Diagnostik werden individuell maßgeschneiderte Therapiekonzepte angewandt, die teilweise auch Kortison beinhalten können, oftmals aber sehr gezielt in die komplexe Störung des Immunsystems eingreifen. Dazu stehen ein Vielzahl moderner Medikamente, bis hin zu den „Biologika“ zur Verfügung. Biologika sind heute die Präzisionswaffen des Rheumatologen, mit denen sich gezielt einzelne, aggressive Entzündungsbotenstoffe neutralisieren lassen. Solche gezielten Therapien sind dem unkritischen Einsatz von „Rheumaschmerzmitteln“ unbedingt vorzuziehen, da Letztere das Krankheitsgeschehen oft nicht aufhalten können und z.T. mit schweren Nebenwirkungen verbunden sind.

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