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Grenzenlos verliebt - Vier Erasmus-Paare erzählen

Arbeit Grenzenlos verliebt - Vier Erasmus-Paare erzählen

Neue Sprache, fremde Kultur und viele neue Leute: Ein Erasmus-Semester ist fast immer bereichernd. Mancher erlebt noch mehr. Laut einer Studie der EU-Kommission hat jeder vierte Erasmus-Student seine Liebe im Auslandssemester gefunden.

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Sabine Lenz (l) und Piotr Milobedzki lernten sich auf einer Erasmus-Party in Warschau kennen.

Quelle: Sabine Lenz/ Piotr Milobedzki

Berlin. Die Untersuchung basiert auf einer Online-Umfrage in 34 europäischen Ländern, Antworten von mehr als 75 000 Studenten und Absolventen flossen ein. Vier Paare, die ihren Partner im Auslandssemester kennengelernt haben, erzählen:

 

Istanbul: Nicola Strehle war noch nie in Istanbul, als sie 2012 beschloss, ihr Erasmus-Semester in der Stadt am Bosporus zu machen. Dort lernte sie den 27-jährigen Studenten Dani Arbid kennen, ein Engländer mit Wurzeln im Libanon. Getroffen hat sich das Paar im Techno-Club. "Ich wollte nie zu den Erasmus-Partys der Universität. Mir waren Clubs, in denen sich auch Einheimische tummeln lieber - Dani ging es genauso", sagt die 25-jährige Psychologiestudentin. Mittlerweile wohnen die beiden zusammen in Berlin.

 

 

Köln: Für Thomas Gruttmann war es Liebe auf den ersten Blick, als er seine Frau Isabelle 1991 vor dem Aufzug im Studentenwohnheim sah. Die damals 20-jährige Erasmus-Studentin kam aus Marseille nach Köln. "Wir wohnten im selben Haus und trafen uns immer wieder zufällig in den Gemeinschaftsräumen", erzählt Gruttmann, der Versicherungswesen an der Fachhochschule studierte. Doch so richtig nah seien sie sich erst gekommen, als es 1992 in Köln ein Erdbeben gab. "Danach hatten wir uns richtig was zu erzählen", erinnert sich der 51-Jährige. Beide hielten den Kontakt nach der Abreise aufrecht, regelmäßig mehrstündige Auslandsgespräche am Telefon inklusive. Nach ihrem Abschluss zog die jetzt 41-Jährige nach Köln. 2001 folgte die Hochzeit. Mittlerweile hat das Ehepaar zwei Kinder.

 

 

Warschau: Die Psychologiestudentin Sabine Lenz lernte ihren Freund Piotr Milobedzki auf einer Erasmus-Party kennen. Der Informatikstudent kümmerte sich an diesem Abend um die Party-Fotos. "Wir haben uns gesehen und auf Anhieb gemocht", sagt Lenz. Die beiden tauschten Nummern aus und blieben während ihrer Zeit in Polen in engem Kontakt. Danach kommuinizierten die beiden zunächst zwei Monate lang per Facebook und Skype. Milobedzki studierte dann bei Lenz in Maastricht weiter. "Wir haben erstmal drei Monate auf 15 Quadratmetern gewohnt, bis er eine eigene Wohnung hatte. Das hat uns noch mehr zusammengeschweißt", erzählt die 26-Jährige. Nach dem Studium ist das Erasmus-Paar nach Bonn gezogen. Ihre Eltern haben von Anfang an gewusst, dass es die große Liebe ist: "Nachdem ich von Piotr ganz unbefangen erzählt habe, sagte meinen Mutter nur: Jetzt ist es passiert."

 

 

Köln: Die Kölner Studentin Jule wollte ihre Englischkenntnisse verbessern. Der Erasmus-Student Sam aus Warwick suchte Nachhilfe in Deutsch. Bei einer Tandem-Facebook-Gruppe lernte sich das Paar kennen, die Suchende miteinander verbindet. Die beiden trafen sich regelmäßig. Daraus wurden nach ein paar Wochen Dates. "Obwohl wir erst wenige Monate zusammen sind, waren wir schon im Urlaub in Thailand und haben uns super verstanden", erzählt Jule. Die 20-jährige studiert Erziehungswissenschaften und wird bald auch für ein Erasmus-Semester nach Uppsala in Schweden gehen. Sam muss bald wieder zurück nach Warwick. An der neuen Liebe wollen die beiden festhalten. "Wenn man sich um einander bemüht, klappt die Beziehung trotz Entfernung", sagt Jule. "Sam ist in neun Monaten mit seinem Germanistikstudium fertig - dann will er zu mir nach Deutschland ziehen."

dpa

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