12 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Sicher zur Eigentumswohnung

Verträge erst nach gründlicher Prüfung verhandeln und notariell beurkunden Sicher zur Eigentumswohnung

Ob als Geldanlage, zur Eigennutzung oder als sichere Altersvorsorge: Für den Erwerb einer Eigentumswohnung interessieren sich nach Beobachtung der Verbraucherschutzorganisation Bauherren-Schutzbund e. V. (BSB) derzeit viele Bundesbürger. Bei der Auswahl und beim Abschluss eines Kaufvertrags gibt es allerdings einige Besonderheiten zu berücksichtigen. Denn anders als bei einem einzeln stehenden Haus werden Wohnungsbesitzer zwangsläufig Mitglieder einer Eigentümergemeinschaft und übernehmen Rechte und Pflichten nicht nur für die erworbene Wohnung, sondern auch für weitere Gebäude- und Grundstücksteile. Vor der Kaufentscheidung gilt es daher, das Augenmerk neben dem eigentlichen Vertrag auch auf Vertragsbestandteile zu legen, die es in dieser Form nur bei Eigentumswohnungen gibt.

Voriger Artikel
Wischen, Tür zu und ade!
Nächster Artikel
Das eigene Haus verkaufen

Gerade beim Erwerb einer Eigentumswohnung im Altbau lohnt es sich, bei der Besichtigung die Hilfe eines unabhängigen Sachverständigen einzuholen.

Quelle: djd/Bauherren-Schutzbund

So legt die Teilungserklärung fest, welche Gebäudeteile - wie etwa Abstellräume, Kellerabteile oder Stellplätze - zur Wohnung gehören, wie das Gebäude insgesamt aufgeteilt ist und welche Teile zum Gemeinschafts- oder Sondereigentum gehören. In der Gemeinschaftsordnung sind wesentliche Rechte und Pflichten geregelt, an die der Erwerber nach Vertragsabschluss fest gebunden bleibt. Auch die Stimmrechte in der Eigentümerversammlung und die Kostenverteilung sowie Regeln zum Zusammenleben im Haus können hier festgelegt sein. Nachträgliche Änderungen sind nur sehr schwer durchzusetzen, da eine Zustimmung aller Eigentümer erforderlich ist. Bereits gefasste Beschlüsse der Eigentümerversammlung sollte der Erwerber ebenfalls kennen, da er zum Beispiel bereits beschlossene Sonderumlagen für zukünftige Modernisierungsmaßnahmen anteilig mittragen muss.
Vorsicht, Mängelhaftungsausschluss
Kaufvertrag, Teilungserklärung und Gemeinschaftsordnung sollte man am besten von einem unabhängigen und erfahrenen Vertrauensanwalt prüfen lassen, das gibt nicht nur unerfahrenen Käufern mehr Sicherheit. Nahezu alle Verträge enthalten zudem einen Haftungsausschluss für Mängel. Die Haftung des Verkäufers beschränkt sich dann grundsätzlich auf Fälle, in denen er einen Mangel arglistig verschweigt, was im Einzelfall meist schwer nachweisbar ist. Für eine genaue technische Prüfung der Wohnanlage und der Wohnung selbst sollte man am besten ebenfalls einen unabhängigen Bauherrenberater hinzuziehen. Mehr Informationen und Adressen gibt es unter www.bsb-ev.de im Internet.
Aktuellen Grundbuchauszug verlangen
Vor der Vertragsunterzeichnung für den Kauf einer Eigentumswohnung muss ein aktueller Grundbuchauszug vorliegen. Nur dann lassen sich die darin enthaltenen Daten mit den Angaben im Kaufvertrag und in der Teilungserklärung abgleichen. Die Daten zum Eigentümer, zu den Belastungen der Immobilie sowie zu den Mieteigentumsanteilen müssen auf jeden Fall in allen Dokumenten übereinstimmen, sonst ist Vorsicht geboten. Mehr Informationen liefert der Ratgeber "Augen auf beim Wohnungskauf", der unter www.bsb-ev.de kostenlos heruntergeladen werden kann. (djd/pt).

Voriger Artikel
Nächster Artikel
ANZEIGE
Anzeige