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So gesund fühlt sich Schleswig-Holstein

KN-Umfrage So gesund fühlt sich Schleswig-Holstein

Überlastetes Pflegepersonal – das ist nach einer Leser-Umfrage das größte Problem in der Gesundheitsversorgung in Schleswig-Holstein. Die Umfrage, die vom Institut für Weltwirtschaft ausgewertet wurde, offenbart weitere Baustellen im Gesundheitssystem

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Ergebnis der KN-Umfrage zur Serie "Fit&Gesund": Für Kinder wünschen sich Eltern eine besonders zugewandte ärztliche Behandlung. 

Quelle: iStock/gpointstudio

Kiel. Fühlen Sie sich gut versorgt? Auf diese Frage haben mehr als 4600 Leser ausführlich geantwortet. „Insgesamt geben die Teilnehmer durch alle Altersgruppen der hausärztlichen Versorgung eine gute Note. Weniger zufrieden sind sie mit der fachärztlichen Versorgung und der Behandlung im Krankenhaus“, erläutert Dr. Katharina Lima de Miranda vom Institut für Weltwirtschaft die Ergebnisse. 

KN-Umfrage: Wie zufrieden sind Sie mit der Versorgung?


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Im Bereich Krankenhaus stellt der Mangel an Pflegepersonal alle anderen Kritikpunkte in den Schatten. 65 Prozent der Teilnehmer sehen in überlasteten Pflegekräften das Hauptproblem. Bei denen, die die Krankenhäuser insgesamt mit sehr gut oder gut bewerten, sind es sogar 70 Prozent.

Elf Prozent finden, dass auch die Ärzte im Krankenhaus zu wenig Zeit haben, sieben Prozent fühlen sich schlecht informiert, fast ebenso viele klagen über mangelnde Hygiene.

Lange Wartezeiten bei Hausärzten

Bei den Hausärzten klagen 38 Prozent der Teilnehmer über zu lange Wartezeiten. 30 Prozent finden, dass Hausärzte zu wenig Zeit für den einzelnen Patienten haben - udn das gilt für Privat- wie gesetzlich Versicherte.

Bei den Fachärzten ärgert die Leser am meisten, dass sie zeitnah keinen Termin bekommen (64 Prozent). Auf dem Land gibt es offenbar eine große Angst, von der medizinischen Versorgung abgehängt zu werden. Insgesamt findet jeder zehnte Teilnehmer aus ländlichen Gebieten die Entfernung zur nächsten Arztpraxis als zu groß. Dafür fühlen sich die Patienten in der Stadt häufiger schlecht beraten als auf dem Land.

Privatversicherte bemängeln eher die Entfernung zur Hausarztpraxis, für die gesetzlich Versicherten sind dagegen eher kurze Öffnungszeiten ein Problem. Bei den Fachärzten bemängeln gesetzlich Versicherte, dass sie Leistungen aus eigener Tasche bezahlen müssen – die Privatversicherten monieren stattdessen, dass ihr Facharzt zu wenig Zeit habe. 

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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