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Kompetente Hilfe bei starkem Übergewicht

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Adipositaszentrum bietet fachübergreifende Versorgung auf höchstem Niveau – roboterassistierte Chirurgie ermöglicht schonende Eingriffe.

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2016 wurde am UKSH erstmals eine Magenverkleinerungs-Operation, eine sogenannte Sleevegastrektomie, mithilfe eines roboterassistierten OP-Systems durchgeführt. Der Vorteil: Das System ermöglicht ausgesprochen präzise Eingriffe mit einem Höchstmaß an Gewebeschonung für den Patienten.

Quelle: UKSH

Die Adipositasmedizin ist einer der am stärksten wachsenden medizinischen Bereiche. Die betroffenen Patienten leiden nicht nur an ihrem Übergewicht, sondern sind auch durch Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen stark gefährdet. Mit dem Interdisziplinären Zentrum für Adipositasmedizin des UKSH am Campus Kiel ist es in den vergangenen Jahren gelungen, ein überregional wichtiges, fachübergreifendes Versorgungszentrum aufzubauen. Wichtiger Baustein in der Therapie sind neben multimodalen Therapieprogrammen und neuen Medikamenten die chirurgischen Interventionen, die gerade bei den erhöhten Operationsrisiken durch die Grunderkrankung eine besondere Expertise erfordert.

Die Kliniken für Allgemeine, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie (Direktor: Prof. Dr. Thomas Becker), Innere Medizin I – Gastroenterologie, Hepatologie, Ernährungs- und Alterungsmedizin (Direktor: Prof. Dr. Stefan Schreiber) und das Zentrum für Integrative Psychiatrie (Med. Geschäftsführer: Prof. Dr. Fritz Hohagen) bauen die Expertise auf dem Gebiet der Adipositasmedizin stetig aus. Als erstes Universitätsklinikum Deutschlands ist das UKSH, Campus Kiel, mit seinem Interdisziplinären Adipositaszentrum im Jahre 2015 als Referenzzentrum von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert worden und bietet somit eine besonders hohe Behandlungsqualität und hervorragende Expertise auf diesem Gebiet.

Krankhaftes Übergewicht (Adipositas) besteht nach Definition der Weltgesundheitsorganisation ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 – eine Kennzahl, die sich aus Körpergewicht und Körpergröße berechnet. Die Zahl der Patienten mit krankhafter Adipositas nimmt auch in Deutschland stetig weiter zu, insbesondere die Zahl der Patienten mit einer sogenannten Superadipositas (BMI über 50). „Diese Patienten gelten als ideale Kandidaten für eine Adipositas-Operation, die auch als Bariatrische Operationen bezeichnet werden. Durch die Operation wird das Übergewicht im Mittel um 70% reduziert. Ein Typ 2 Diabetes ist meist schon zum Entlassungszeitpunkt messbar gebessert. Allerdings ist eine Schlauchmagenoperation (Sleevegastrektomie) oder ein Magenbypass bei krankhafter Adipositas bei diesen komplex erkrankten Patienten nicht ohne Risiken. Daher ist eine hohe chirurgische Behandlungsqualität von hoher Bedeutung“, erklärt Prof. Becker.

An der Klinik arbeiten die Experten daher auch an einer stetigen Weiterentwicklung der OP-Techniken, um den Patienten schonende Eingriffe mit hoher Patientensicherheit anbieten zu können. Unter 150 bariatrischen Operationen im Jahr 2016 erfolgte erstmals eine Sleevegastrektomie mithilfe eines roboterassistierten OP-Systems durch das Team um Dr. Jan Beckmann, Dr. Markus Ahrens und Prof. Schafmayer. Mittlerweile werden auch die komplexeren Magenbypass Operationen mithilfe des DaVinci Systems erfolgreich durchgeführt. Kiel nimmt dabei eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. „Durch die intuitive Steuerung der Instrumente als auch der hochauflösenden 3-D Full HD Optik unseres DaVinci- Systems werden zukünftig noch anspruchsvollere minimal-invasive Operationen insbesondere bei adipösen Patienten möglich sein“, erklärt Klinikdirektor Prof. Becker.

Durch die besonders gute interdisziplinäre klinische und wissenschaftliche Zusammenarbeit der einzelnen Disziplinen des Kieler Adipositaszentrums werden die Patienten am UKSH in aller Regel lebenslang intensiv betreut. „Dies ist besonders wichtig, da wir heute die Adipositas als eine chronische Erkrankung verstehen, die langfristig interdisziplinär behandelt werden muss“, sagt Prof. Dr. Matthias Laudes, internistischer Leiter des Zentrums für Adipositasmedizin und seit 2016 Schleswig-Holstein Exzellenz-Professor an der Klinik für Innere Medizin I. Gerade dieser interdisziplinäre Charakter hat zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Kostenträgern geführt. So konnten in den vergangenen Jahren in Kiel besondere medizinische Versorgungsstrukturen aufgebaut werden, mit denen dem wachsenden Gesundheitsproblem der Adipositas zukünftig effektiv begegnet werden kann. Ab Mitte 2017 wird zudem eine neue Tagesklinik für Adipositasmedizin an der Klinik für Innere Medizin 1 eingerichtet, die eine in Schleswig-Holstein einmalige Therapieoption darstellt.

 

Weitere Informationen:
Interdisziplinäres Zentrum für Adipositasmedizin
Terminvereinbarung Telefon: 0431 500-22213  
Terminvereinbarung Adipositaschirurgie: 0431 500-20442  
Montag-Freitag: 07.30 – 15.30 Uhr

Interdisziplinäres Zentrum für Adipositasmedizin im UKSH, Homepage

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