4 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Krebserkrankungen bei Frauen: Optimale Versorgung im UKSH

Anzeige UKSH Krebserkrankungen bei Frauen: Optimale Versorgung im UKSH

Nahezu 100.000 Frauen erkranken jährlich an Brust- oder Genitalkrebserkrankungen in Deutschland. Die Prophylaxe, Früherkennung und Therapie dieser Erkrankungen ist in den vergangenen Jahren durch die Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in den klinischen Alltag stetig verbessert worden. Die Behandlung von Brust- und Genitalkrebserkrankungen ist heute zunehmend auf die Patientinnen individualisiert und erfordert eine enge interdisziplinäre Kooperation verschiedenster Disziplinen.

Voriger Artikel
So lässt sich Stress aushalten
Nächster Artikel
„Jedes Kind hat ein Recht auf eigene Beulen“

Prof. Dr. Nicolai Maass, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (re.) und Prof. Dr. Fritz Schäfer, Leiter des Bereichs Mammadiagnostik

Quelle: UKSH

Am UKSH in Kiel und Lübeck ist dies in einem spezialisierten Umfang gegeben wie in keiner anderen Klinik in Schleswig-Holstein. Die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe (Direktor: Prof. Dr. Nicolai Maass) am UKSH, Campus Kiel, ist nach den höchsten Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Brustzentrum und Genitalkrebszentrum zertifiziert. Damit erhalten die Patientinnen die Garantie, dass sie von der Expertise aller notwendigen Disziplinen profitieren und Zugang zu den innovativsten und mordernsten Verfahren in der Diagnostik und Therapie erhalten. Als universitäre Einrichtungen werden hier mit anderen hochspezialisierten Zentren auf der ganzen Welt Erkrankungen erforscht und Therapien weiterentwickelt. So erhalten Patientinnen die Möglichkeit, durch eine freiwillige die Teilnahme an Studien von abgesicherten neuen Therapien zu profitieren.

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 74.000 Frauen an Brustkrebs. „Daher ist es besonders wichtig, dass jede Frau, die mit dieser Diagnose konfrontiert wird, die beste Aufklärung, Therapie und medizinische sowie psychologische Begleitung während und nach ihrer Erkrankung erhält“, sagt Prof. Maass. Diesem Leitbild hat sich die Klinik verpflichtet und war mit dem 1996 gegründeten Brustkrebszentrum (Leitung: Prof. Dr. Christian Schem) bundesweit die erste Einrichtung, welche die Brustkrebsbehandlung wegweisend für Deutschland fachübergreifend zusammenfasste. Darüber hinaus ist die Klinik eines der zwölf BRCA (Breast Cancer) Zentren in Deutschland und das einzige in Norddeutschland, das sich auf die Behandlung von BRCA 1+2 Mutationen (familiären Brust- und Eierstockkrebs) spezialisiert hat.

„Wichtigster Faktor im Kampf gegen den Brustkrebs ist die Früherkennung“, sagt Prof. Dr. Fritz Schäfer, Leiter des Bereichs Mammadiagnostik. „Neben der Selbstabtastung ist eine Mammographie nach wie vor das wichtigste Verfahren in der Brustkrebsdiagnostik.“ Zusätzlich zum Mammographie-Screening für alle beschwerdefreien Frauen zwischen 50 und 69 Jahren gibt es in Schleswig-Holstein seit mehr als zehn Jahren das QuaMaDi (Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik)-Projekt für Frauen aller Altersstufen. Das Kieler Brustzentrum dient dabei als Referenzzentrum. Hier werden Frauen mit Beschwerden der Brust, unklaren Tastbefunden, mit familiärem oder auch persönlichem Risiko durch Frauenärzte und Radiologen betreut.

Grundlage für eine individuelle Therapie ist eine genaue Diagnostik. Dafür steht am Brustzentrum hochspezialisierte Technik zur Verfügung wie die 3D-Tomoynthese, MRT oder innovative Sonographie-Techniken wie die Scherwellen-Elastographie, die bei besonderes dichtem Drüsengewebe bei der Diagnostik hilft. „Durch die viel genauere Diagnostik wird heute sehr viel gewebeschonender operiert. Es werden weniger Lymphknoten entfernt und auch die anschließende Therapie ist schonender“, sagt Prof. Schem. „Mit der heutigen Systemtherapie, einer Kombination aus Chemo-, Strahlen- und Hormontherapie, schaffen wir individuelle Therapien für jede Patientin. Dies ermöglicht uns, die Nebenwirkungen der Chemotherapie zu verringern.“ Um Patientinnen eine höchstmögliche Sicherheit zu geben, ist in einigen Fällen eine Amputation einer oder gar beider Brüste unumgänglich. „Um die physische als auch die psychische Belastung zu verringern, ist es von großem Vorteil, die Brust in der gleichen OP zu rekonstruieren, wenn es medizinisch vertretbar und möglich ist“, erläutert Prof. Schem. Die Möglichkeiten der Rekonstruktion sind ebenfalls Vielfältig. Es kommen sowohl Rekonstruktionen mit Eigengewebe als auch mit Hilfe von Prothesen in Betracht.

Das zertifizierte Zentrum für gynäkologische Krebserkrankungen ist die zweite wichtige Säule an der Klinik. In Spezial-Sprechstunden werden die häufigsten bösartigen Erkrankungen und deren Vorstufen von Krebserkrankungen der Gebärmutter (Körper und Hals), den Eierstöcken und den Schamlippen von Spezialisten diagnostiziert. Im Rahmen von Tumorkonferenzen werden dann individuelle Behandlungskonzepte erarbeitet, die mit den Ratsuchenden und deren Angehörigen besprochen werden. „Da es sich bei den gynäkologischen Tumoren um deutlich seltenere Krebsarten handelt, sollten Patientinnen in spezialisierten Zentren behandelt werden“, so Prof. Dr. Dirk Olaf Bauerschlag, Leiter des Gynäkologischen Krebszentrums. Prof. Maass ergänzt: „Es ist für unsere Patientinnen von überlebenswichtiger Bedeutung, dass z.B. im Falle von Eierstockkrebs der Tumor komplett entfernt wird, denn dann nimmt die Erkrankung einen besseren Verlauf.“ Hierzu steht am Krebszentrum ein eingespieltes Team aus Gynäkologen, Chirurgen und Urologen zur Verfügung, in dem alle Experten Hand in Hand arbeiten. Neben der klinischen Tätigkeit ist auch die Forschung nach neuen Tumormarkern ein wichtiger Aspekt. Diese soll es den Medizinern möglich machen, zu einer frühzeitigeren Diagnose zu kommen und so die Heilungschancen weiter zu verbessern.

Weitere Informationen
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Tel.: 0431 500-21403 
www.uksh.de/frauenklinik-kiel/

Voriger Artikel
Nächster Artikel
ANZEIGE
Anzeige
Mehr aus Fit & Gesund Kiel 2/3