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Leukämiediagnostik und -therapie auf höchstem Niveau

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Krebsfachleute bilden sich am UKSH weiter – Innere Medizin II baut Expertise in der Onkologie und Hämatologie weiter aus.

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Jedes Jahr bilden sich Krebsfachleute am UKSH weiter, um die wichtigsten Bereiche der hämatologischen Labordiagnostik vermittelt zu bekommen. In Kiel werden neue diagnostische Methoden im Kampf gegen Krebs entwickelt und standardisiert.

Quelle: UKSH

Im Kampf gegen Krebs nimmt die Innere Medizin eine zentrale Rolle ein. Die Klinik für Innere Medizin II des UKSH, Campus Kiel, ist die größte hämatologisch-onkologische Klinik der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein. Mediziner aus Deutschland, aber auch aus anderen Ländern besuchen die Klinik mit ihren Spezialeinrichtungen, um sich neueste Erkenntnisse in der Krebsdiagnostik und -therapie vermitteln zu lassen.

„Im März haben wir – wie jedes Jahr – den Basiskurs „Hämatologisches Labor“ in Zusammenarbeit mit unserer Fachgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, durchgeführt, in dem die wichtigsten Bereiche der hämatologischen Labordiagnostik in kompakter Form vermittelt werden“, berichtet Prof. Dr. Monika Brüggemann, Leiterin der Sektion für Hämatologische Spezialdiagnostik. Ausgewiesene Experten stellten ihre Spezialgebiete in interaktiven Fallvorstellungen, Diskussionen und Workshops dar. Dabei wurden sowohl Grundlagen der hämatologischen Labordiagnostik als auch hochspezialisierte innovative Technologien besprochen, die in vielen Kliniken nicht mehr ausreichend erlernt werden können. An Fallbeispielen aus der Praxis wurde die Anwendung der modernen Labormethoden zur rationalen Diagnostik der wichtigsten hämatologischen Krankheiten erläutert. Zusätzlich konnten die Teilnehmer ihre Kenntnisse der Mikroskopie an einer umfangreichen Fallsammlung unter Anleitung von Prof. Dr. Heinz-August Horst selbständig vertiefen.

Da für moderne Krebstherapien die exakte Diagnose eine zentrale Voraussetzung ist, betreibt die Klinik eines der größten und leistungsstärksten hämatologischen Speziallabore in Deutschland. Die Arbeit des Labors an der Schnittstelle zwischen Forschung und klinischer Anwendung ermöglicht wichtige Erkenntnisse auf dem Weg zu zielgerichteten, individualisierten Therapiemethoden gegen onkologische Erkrankungen. Neue diagnostische Methoden werden in verschiedenen internationalen Konsortien, in denen das Kieler Labor federführend beteiligt ist, entwickelt und standardisiert. So richtete das Labor ebenfalls im März ein internationales Treffen mit Fachexperten aus,  um die Arbeit des „EuroFlow-Konsortiums“ vorzustellen.  „Dabei wollen wir Erkenntnisse und Innovationen in der Vielfarben-Durchflusszytometrie, die in einem internationalen Konsortium unter Beteiligung unseres Kieler Labors in den vergangenen zehn Jahren erarbeitet worden sind, an unsere Fachkollegen weitergegeben“, so Prof. Brüggemann.

Die weitreichenden Erkenntnisse aus der Forschung fließen in der Inneren Medizin II direkt in die Praxis ein. Medizinische Schwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie von bösartigen Organtumoren und Erkrankungen des blutbildenden Systems, der Blutgerinnungsstörungen und Infektionskrankheiten. Als Teil des zertifizierten Onkologischen Zentrums des UKSH bekommen Patienten hier die Garantie, durch die Vernetzung aller beteiligten Fachdisziplinen nach den neuesten medizinischen Erkenntnissen und Verfahren behandelt zu werden. Ein wesentlicher Vorteil ist zudem der Zugang zu klinischen Studien mit neuen Medikamenten und Behandlungsverfahren. Therapiebegleitende Angebote wie psychologische und soziale Unterstützung sowie umfangreiche Nachsorgeangebote ergänzen die ganzheitliche Versorgung.

Seit dem Umzug der Klinik unter der Leitung des international renommierten Krebsexperten Prof. Dr. Dr. Michael Kneba vom Städtischen Krankenhaus Kiel auf den Campus des UKSH wurde der Behandlungsschwerpunkt für Erkrankungen des blutbildenden Systems wie Lymphomen und Leukämien weiter ausgebaut. So wurde die interdisziplinäre hämatologisch-onkologische Ambulanz im Karl-Lennert-Krebscentrum Nord (Haus 50) vergrößert und personell verstärkt. Die besondere Bedeutung der Hämatologie für das UKSH kommt in der neu geschaffenen Professur für klinisch-experimentelle Hämatologie zum Ausdruck. Diese wurde im August 2016 mit Prof. Dr. Christiane Pott besetzt. Die Expertin bietet eine Sprechstunde für Patienten mit Lymphdrüsenkrebs und Myeloproliferativen Syndromen an.

Auch für die stationäre Behandlung sind in den vergangenen Monaten beste Voraussetzungen geschaffen worden. Auf der 2015 neu errichteten Hämatologischen Spezialstation, die von Prof. Dr. Heinz-August Horst geleitet wird, können Patienten mit akuten Leukämien, fortgeschrittenen myelodysplastischen Syndromen, schweren Formen des Knochenmarkversagens (aplastische Anämie), aggressiven Lymphomen und Patienten mit Komplikationen nach allogener Stammzelltransplantation optimal versorgt werden. Für Patienten mit anderen bösartigen Bluterkrankungen und soliden Tumoren, die stationär behandelt werden müssen, steht seit September 2016 neben der Leukämiestation eine weitere, neu erbaute Station zur Verfügung, die hervorragende Bedingungen für die stationäre Behandlung der Patienten bietet.

Ein weiterer Bestandteil der Klinik ist das Dr. Mildred-Scheel-Haus, das Zentrum für Knochenmark- und Stammzelltransplantation und zelluläre Immuntherapie mit seiner Sektion für Stammzell- und Immuntherapie unter der Leitung von Prof. Dr. Gramatzki. Alle derzeit möglichen Transplantationsverfahren (wie z.B. Stammzell-Aufreinigungen, -Depletionen und -Anreicherungen) werden hier auf internationalem Niveau vorgehalten.

Weitere Informationen:
Klinik für Innere Medizin II, Campus Kiel
Tel.: 0431 500-22501 
www.uksh.de/med2-kiel

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