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Mit Transparenz Vertrauen schaffen

Anzeige UKSH Mit Transparenz Vertrauen schaffen

Als eines der größten medizinischen Zentren in Europa ist das UKSH seit 1979 für die Organtransplantation in Schleswig-Holstein zuständig. Die Spezialisten des campusübergreifenden Transplantationszentrums in Kiel und Lübeck verantworten damit eines von vier Transplantationsprogrammen in Deutschland, an dem alle soliden Organe übertragen werden dürfen.

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Vor jeder Transplantation wird das Spenderorgan - wie hier die Leber - von den Ärzten vorbereitet. Bei kindlichen Empfängern erfolgt häufig eine Lebendspende-Lebertransplantation, wobei zwei von acht Lebersegmenten oftmals ausreichen.

Quelle: UKSH

Karina erlitt im Dezember 2013 im Alter von 17 Jahren ein akutes Leberversagen. Sie wurde mit höchster Dringlichkeit auf die Warteliste bei Eurotransplant gesetzt, ihre Mutter bot eine Lebendspende an. Nach wenigen Tagen erhielt Karina eine postmortale Spenderleber, so dass ihre Mutter entlastet werden konnte. Bereits im März 2014 spielte Karina als Stürmerin im UKSH-Ärzte-Team auf dem jährlichen Benefiz-Fußballturnier zugunsten lebertransplantierter Kinder in Eckernförde. „Die Geschichte von Karina zeigt, wie wertvoll die Bereitschaft von Menschen ist, ihre Organe nach ihrem Tod für die Transplantation zur Verfügung zu stellen“, sagt Prof. Dr. Felix Braun, Leiter der Sektion Klinische Transplantationsmedizin.

Prof. Braun ist zugleich Mitglied des fach-, berufsgruppen- und campusübergreifenden Expertenteams, das am UKSH für die Transplantationsmedizin in Schleswig-Holstein verantwortlich ist. Zu dem Expertenverbund, in dem mehr als 20 Kliniken und Institute des UKSH eng zusammenarbeiten, zählen in Kiel neben der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral, Thorax, Transplantations- und Kinderchirurgie (Prof. Dr. Thomas Becker) auch die Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Prof. Dr. Jochen Cremer), die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin I (Prof. Dr. Martin Schrappe), die Klinik für Innere Medizin I (Prof. Dr. Stefan Schreiber) und die Klinik für Innere Medizin IV (Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf). Für die UKSH-Mediziner ist die persönliche Betreuung ihrer Patienten ebenso ein hohes Gut wie die medizinische Qualität. Damit dies sichtbar wird, lebt das UKSH Transparenz und setzt sich mit hohem Engagement für die Organspende ein.

Eine der größten Herausforderungen stellt der Mangel an postmortalen Spenderorganen dar. Einen wesentlichen Punkt zur Verbesserung der Organspende sieht die Deutsche Transplantationsgesellschaft (DTG) in der Etablierung von Transplantationsbeauftragten in den Spendenkrankenhäusern. Das UKSH hat diese Forderung bereits früh umgesetzt und verfügt in Kiel und Lübeck über Transplantationsbeauftragte für die Optimierung der Prozessabläufe in der Organspende. Zudem gibt es an beiden Standorten Transplantations-Koordinatorinnen. Sie sind das Bindeglied zwischen dem Transplantationszentrum und der zentralen Verteilungsstelle Eurotransplant und für die Dokumentation, Datenübermittlung und Logistik vom Organangebot bis zur Transplantation verantwortlich.

An beiden Standorten wird in interdisziplinären Transplantationskonferenzen nach dem „Mehraugenprinzip“ entschieden, ob ein Patient auf die Warteliste aufgenommen wird. Die Mitglieder dieser Konferenzen sind für alle Meldungen und Entscheidungen bei der Vermittlung von Organen verantwortlich und Eurotransplant namentlich bekannt. Die intensive und gut abgestimmte Kooperation der Kliniken und Institute sichert eine erstklassige Patientenversorgung und ist die Voraussetzung für individuell angepasste Behandlungsstrategien. In enger Abstimmung der verschiedenen Disziplinen sowie mit den niedergelassenen Kollegen wird so eine umfassende Betreuung der Patienten von der Vorbereitung zur Aufnahme auf die Transplantationswarteliste über die Transplantation bis zur langfristigen Nachsorge gewährleistet.

Bis Ende 2016 erfolgten am UKSH, Campus Kiel insgesamt 2.455 Organtransplantationen. Dabei stehen den Patienten nicht nur langjährig erfahrene, spezialisierte Teams zur Verfügung, sondern auch modernste technische Ausstattungen. Als eines der wenigen deutschen Zentren bietet der Campus Kiel die Entnahme einer Spenderniere mit dem High-Tech-Roboterverfahren „Da Vinci“ an. Die Lebendnierenspenden können hierdurch noch schonender durchgeführt werden. Zudem hat der Spenderorganmangel die Entwicklung innovativer Organersatzverfahren vorangerieben, so dass am Campus Kiel inzwischen auch eine hohe Expertise beim Einsatz von Kunstherzen zur Überbrückung bis zur Transplantation aufgebaut werden konnte.

Weitere Informationen:
Transplantationszentrum am UKSH, Campus Kiel
Tel.: 0431 500-20540 
www.uksh.de/Transplantationszentrum/

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