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Neues Knie? Vorbereitung hilft!

Damp Neues Knie? Vorbereitung hilft!

Die Angst vor Schmerzen nach der Operation - sie hat auch Petra Frahm am meisten umgetrieben, als der Termin für das neue Kniegelenk feststand. Heute weiß die 60-Jährige, dass jeder Patient selbst viel dazu beitragen kann, dass er wieder schnell auf die Beine kommt.

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Im rechten Bein hat Petra Frahm eine Knieendoprothese eingesetzt bekommen. Norbert Stuhlmann, Chefarzt der Abteilung Orthopädie I, testet die Beweglichkeit des Gelenks.

Quelle: Rainer Krüger

Damp/Eckernförde. „Wir raten jedem Patienten, sich auf den Eingriff frühzeitig vorzubereiten und die eigenen Kräfte zu mobilisieren“, sagt Dr. Armin Frank, Schmerztherapeut und Chefarzt der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin an der Ostseeklinik in Damp. So sollte man sich einige Wochen vor dem OP-Termin vom Physiotherapeuten Übungen zeigen lassen. „Diese Übungen sollte der Patienten dann ab vier Wochen vor dem Eingriff zwei-, dreimal am Tag alleine machen“, rät Dr. Wolfgang Klauser, Chefarzt der Abteilung Orthopädie in Damp. Auch das Laufen mit Gehhilfen sollte trainiert werden.

Und: Niemand sollte mit einer Blutarmut in die Operation gehen. Stattdessen sollte vorher mit Eisenpräparaten die Produktion von roten Blutkörperchen angeregt werden.

Auch ausgewogene Ernährung ist wichtig

Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Vorher noch schnell abnehmen? Das macht für Dr. Frank ebenso wenig Sinn wie das 24-stündige Fasten unmittelbar vor der Operation. „Dann geht der Körper an die Reserven, die er eigentlich nach der OP benötigt. „Besser ist eine ausgewogene Ernährung."

Früher haben Hausärzte oft Thrombozytenaggregationshemmer wie das Medikament ASS vor einem Eingriff abgesetzt, weil man das erhöhte Blutungsrisiko fürchtete. „Doch Blutungen sind nicht das Problem, sondern die Bildung von Tromben. Deshalb sollten diese Hemmer nicht abgesetzt werden“, erklärt Dr. Frank.

Schnell und viel trainieren

Wichtig: Schon vorher über die Schmerztherapie informieren. Und nach der OP? Schmerzmittel so wenig wie möglich und so viel wie nötig nehmen. Vor allem: Schnell und viel trainieren. Katja Schley, leitende Physiotherapeutin, hat für Petra Frahm ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm entwickelt. Das Üben kann sie der Patientin allerdings nicht abnehmen.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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