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Alles eine Frage des Lebensstils?

Vortrag zu Bluthochdruck Alles eine Frage des Lebensstils?

Mindestens ein Drittel der Deutschen haben zu hohen Blutdruck. Das führt zu Herzinfarkt oder Schlaganfall, der Todesursache Nummer eins. Und: Im Alter wird es immer wahrscheinlicher, daran zu erkranken. Am Dienstag gibt es einen kostenlosen Vortrag zum Thema an der CAU.

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Risikofaktor Bluthochdruck: Allein im Jahr 2014 erlitten 11861 Menschen in Schleswig-Holstein einen Schlaganfall.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel. Bei den über 60-Jährigen ist jeder zweite betroffen. Bei den 90-Jährigen sogar 90 Prozent. „Im Laufe des Lebens steigt der Blutdruck meist automatisch“, sagt Prof. Burkhard Weisser vom Institut für Sportwissenschaft an der Kieler Uni. „Trotzdem kann man viel dagegen tun. Wir erforschen hier vor allem Methoden, die es ermöglichen sollen, fast ganz auf Medikamente zu verzichten.“

Kostenfreier Vortrag

Der Internist, der seit 2004 an der CAU arbeitet, spricht am heutigen Dienstag, 18 Uhr, im Rahmen der Gesundheitsserie über sein Spezialgebiet. Der Vortrag „Hausaufgaben für Menschen mit Bluthochdruck“ findet im Gebäude der Sportmedizin der CAU, Olshausenstraße 74, 1. Stock, Raum 108, statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Buch mit dem gleichnamigen Titel hat er gerade nach einem Forschungsjahr zusammen mit seinem Kollegen Prof. Thomas Mengden aus Bad Nauheim herausgebracht.

„Unser Blutdruck wird stark durch den Lebensstil beeinflusst“, sagt Burkhard Weisser. Schon seit Jahren treibt den 56-Jährigen dieses Thema um. Er reist zu internationalen Kongressen, tauscht sich viel mit Kollegen aus aller Welt aus, engagiert sich seit 25 Jahren ehrenamtlich in der Deutschen Hochdruckliga. Hier in Kiel erforscht er im Team, an welchen Schrauben man drehen kann, um den Blutdruck in den Griff zu bekommen.

Vier Faktoren sind entscheidend

Vier Faktoren spielen bei der Erkrankung eine entscheidende Rolle: Bewegungsmangel, Übergewicht, Stress und eine salzreiche Ernährung. „Aber auch hier gibt es viele Feinheiten“, sagt er. „Wenn jemand die empfohlenen drei bis vier Stunden Sport in der Woche macht, ist das noch kein Garant für Gesundheit. Liegt er nämlich die übrigen anderen Stunden nur auf dem Sofa und ist inaktiv, hilft das auch nicht. Ausreichend Sport reicht also nicht.“ Mehr berichtet der Mediziner am Dienstagabend in seinem Vortrag.

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Ein Artikel von
Kristiane Backheuer
Lokalredaktion Kiel/SH

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