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Spargel: Ein König unter den Gemüsesorten

Ernährung Spargel: Ein König unter den Gemüsesorten

Für die Spargelbauer startet die Erntesaison. Wobei der Spargel auf Feldern mit Fußbodenheizung schon längst geerntet wird. Ohnehin wird um kaum eine Pflanze so viel Aufheben gemacht wie um den Spargel.

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Endlich ist der frische Spargel da.

Quelle: Uwe Anspach

Köln. Warum eigentlich?

 

"Königliches Gemüse", "essbares Elfenbein": Was macht den Spargel so besonders?

 

"Man spricht dem Spargel ja eine besondere Manneskraft zu", sagt Koch Andreas Piorek aus Brilon im Sauerland. Tatsächlich enthält Spargel viele Mineralstoffe und soll schon in der Antike als Aphrodisiakum eingesetzt worden sein. Spargel wirkt außerdem stark entwässernd, hat wenig Kalorien und wenig Fett, dafür aber viele Vitamine. Seine begrenzte Verfügbarkeit (von April bis Juni), sein relativ hoher Preis und sein feiner Geschmack tragen außerdem dazu bei, dass er königlichen Status unter den Gemüsesorten genießt.

 

Woran erkennt man, ob Spargel frisch ist?

 

Ob der Spargel wirklich frisch ist, erkennt man an den Schnittenden. Beim Zusammendrücken müsse noch Saft herausfließen, erklärt der staatlich geförderte aid Infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz in Bonn. Frischer Spargel ist außerdem hart und lässt sich kaum verbiegen. Aufschluss gibt auch der Quietschtest: Macht der Spargel beim Aneinanderreiben Geräusche, ist das ein Zeichen für Frische.

 

Was kann man Leckeres aus Spargel kochen?

 

Der Klassiker unter den Spargelgerichten: Gekochter Spargel mit Sauce Hollandaise und rohem oder gekochtem Schinken. Koch Andreas Piorek hat aber noch ganz andere Rezepte auf Lager. Sein Lieblingsgericht: Den Spargel ankochen und ihn dann wie ein Schnitzel in einer Sesam-Panade braten. "Dazu dann ein leichter Joghurtdip mit einem Spritzer Zitrone. Das schmeckt super nussig und ist eine schöne leichte Geschichte." Für Experimentierfreudige empfiehlt der Koch: Den Spargel roh als Salat genießen oder auch als Nachtisch mit Schokoladensoße.

 

Wieso riecht Urin nach dem Spargelessen so streng?

 

Viele Spargelesser kennen es: Nach dem Spargelverzehr riecht der ausgeschiedene Urin unangenehm streng. Auslöser dafür sind Abbauprodukte der im Spargel enthaltenen Asparaginsäure, einem natürlich vorkommenden schwefelhaltigen Aromastoff.

 

Was machen Spargelbauern, damit der Spargel schneller wächst?

 

Einige wenige Bauern verwenden eine noch recht neue Anbaumethode: Durch unterirdische Rohre fließt warmes Wasser, das den Spargel wärmt. Eine Fußbodenheizung für den Spargel sozusagen. "Damit können sie drei bis vier Wochen vor Saisonbeginn schon ernten", sagt Kreienbaum. Die Spargelsaison beginnt meist Mitte/Ende April und geht bis zum Johannistag am 24. Juni.

dpa

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