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Mit der Zeit gereift - Die M-Klasse von Mercedes

Verkehr Mit der Zeit gereift - Die M-Klasse von Mercedes

An SUVs und großen Geländewagen mangelt es im Portfolio von Mercedes nicht. Dabei muss es für die meisten Kunden sicher nicht die urtypische G-Klasse sein. Es gibt auch andere große Gefährte.

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Dickes SUV mit Schwächen im Detail: der Mercedes ML.

Quelle: Daimler

Berlin. Seit 1998 steht die weniger rustikale M-Klasse zur Wahl. So zuverlässig wie andere Mercedes-Modelle war diese anfangs indes nicht. Mit der zweiten Generation wurde es ab 2005 besser.

Doch auch die intern W 164 genannte Baureihe glänzt nicht so, wie der es Stern auf der Haube vermuten lässt. Sie macht laut dem "TÜV-Report 2015" bei der Kfz-Hauptuntersuchung öfter mit Ölverlust auf sich aufmerksam. Weitere Punkte, auf die es zu achten gilt, sind Achsfedern und Dämpfer, wobei der ML hier nur wenig schlechter als der Durchschnitt dasteht. Ähnlich sieht es bei den Bremsen etwas älterer Modelle aus. Gelegentlich sind die Bremsschläuche undicht.

Den Pannenhelfern des ADAC gilt der Mercedes ML aus zweiter Generation als wenig anfällig. Wenn sie doch ausrücken mussten, dann vor allem wegen defekter Generatoren bei Modellen der Baujahre 2005 bis 2008, wobei entladene Batterien auch bis zum Ende der Bauzeit noch Ärger machten. Störungen im Motormanagement, ausgefallene ABS-Sensoren und defekte Automatikgetriebe waren andere Pannenursachen. Ganz frühe Diesel fielen zuweilen durch defekte Injektoren auf.

Als die erste M-Klasse auf den Markt kam, stand sie noch recht alleine da. Später sah sie sich dann schon einer deutlich gewachsenen Schar an Konkurrenten ausgesetzt. BMW, Volvo, Audi und sogar Porsche und VW wollten am SUV-Boom teilhaben. Viel Platz, die hohe Sitzposition und eine recht ordentliche Gelände-Kompetenz sind Pfunde, mit denen die M-Klasse wuchert. Seit dem kürzlich erfolgten Facelift der nunmehr dritten Generation läuft sie allerdings unter neuem Namen: Die M-Klasse heißt nun Mercedes GLE.

Allzu groß ist das Motorenangebot der M-Klasse nicht, doch über mangelnde Leistung muss man sich nicht beklagen. Der kleinste Diesel schöpft als ML 280 CDI aus 3,0 Litern Hubraum 140 kW/190 PS, der größte mit 4,0 Litern Hubraum entwickelt 225 kW/306 PS. Die Benziner leisten mindestens 200 kW/272 PS, beim ML 63 AMG sind 375 kW/510 PS abrufbar. Über ein Automatikgetriebe mit sieben Gängen und den Allradantrieb 4Matic verfügen alle Modelle.

Die günstigsten M-Klassen auf dem Gebrauchtmarkt fahren mit dem kleinen Selbstzünder. Schwacke listet den ML 280 CDI des Baujahres 2005 mit rund 11 650 Euro. Die durchschnittliche Laufleistung beträgt dann etwa 211 700 Kilometer. Ein ML 320 CDI von 2007 steht mit 15 900 Euro in der Liste (170 900 Kilometer). Den jüngeren, sparsameren ML 350 Bluetec bekommt man für um die 28 750 Euro, wenn er von 2009 stammt (130 100 Kilometer). Für den Topdiesel ML 450 CDI des letzten Baujahres 2011 müssen Interessenten etwa 37 850 Euro einkalkulieren (89 300 Kilometer).

Ein Benziner wie der ML 350 von 2005 ist laut den Marktbeobachtern von Schwacke für etwa 13 500 Euro zu haben (137 800 Kilometer), während man für einen ML 500 mit 225 kW/306 PS von 2007 rund 20 600 Euro ausgeben muss (113 800 Kilometer). Für etwa 42 950 Euro bekommt man den stärksten Benziner ML 63 AMG aus dem Baujahr 2010 (77 800 Kilometer).

dpa

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