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Dnjepr- und Schwarzmeer-Impressionen

KN- & SZ-Leserreise vom 25.05.-05.06.2012 Dnjepr- und Schwarzmeer-Impressionen

Die Ukraine hat deutlich mehr zu bieten als die Fußball-Europameisterschaft. Odessa als „Perle des Schwarzen Meeres“ lädt zum Bummeln auf breiten Boulevards ein. Die Krim wartet mit landschaftlichen Reizen, geschichtsträchtiger Vergangenheit und Prachtbauten auf. Der Dnjepr schlängelt sich als drittlängster Fluss Europas durchs Land. In Kiew funkeln die goldenen Kuppeln der Sakralbauten um die Wette. All dies erkundeten die Teilnehmer der zwölftägigen Leserreise „Schwarzmeer-Impressionen“ mit dem Flussschiff Viking Lomonosov.

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Kirche in Kiew

Quelle: Dr. Katrin Heidemann

Odessa.. Gleich zwei Tage hatten die Reisenden Zeit, Odessa bei organisierten Ausflügen oder auf eigene Faust kennen zu lernen. Klassizistische Bauten wie den Gouverneurspalast und die Oper gab es zu bewundern. Die aus dem Filmepos „Panzerkreuzer Potemkin“ bekannte Potemkin-Treppe, die steil vom Meer zum Stadtzentrum aufsteigt, galt es zu bezwingen. Am Abend kamen Musikfans im prunkvoll mit Blattgold verzierten Opernhaus voll auf ihre Kosten.

Über Nacht schaukelte das schwimmende Zuhause auf Zeit, die „Viking Lomonosov“, weiter Richtung Krim. Ziel war zunächst die Marinestadt Sevastopol mit ihren hellen, imposanten, bis weit aufs Meer hinaus erkennbaren Prachtbauten, ausladender Promenade und der antiken Stadt Chersonese. Zugleich ist die Stadt das Zuhause des Chores der Schwarzmeerflotte, der stimmgewaltig und enthusiastisch sein Können unter Beweis stellte.

Auf historischen Pfaden wandelte die Reisegruppe in Jalta, wo der Besuch des „Weißen Palastes“ auf dem Programm stand, in dem 1945 die Jalta-Konferenz mit Roosevelt, Stalin und Churchill abgehalten wurde. Auch ein Ausblick auf das märchenhafte, bekannte „Schwalbennest“, das sich in grauem Stein an die Küste schmiegt, fehlte nicht.

„Leinen los“ zur Weiterfahrt über das Schwarze Meer in Richtung Dnjeprmündung hieß es nach sonnenreichen Tagen auf der Krim. Dort angekommen lernten die Reisenden bei einer Stadtrundfahrt die Seehafenstadt Cherson kennen. Die Welt der Kosaken stand beim Stopp in Saporoshje im Mittelpunkt. Bei Kosaken-Reiterspielen rauschten die Reiter mehr kopfüber am Pferd hängend als aufrecht im Sattel sitzend an den Zuschauern vorbei. Das benachbarte Kosakenmuseum lieferte geschichtliche Hintergründe zum Reitervolk.

Endpunkt der Reise bildete ein kurzer Aufenthalt in der Hauptstadt der Ukraine. Hoch über dem Dnjepr-Ufer glänzten die goldenen Kuppeln Kiews zum Empfang in der Sonne. Das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Höhlenkloster war Hauptziel der Besichtigungstour durch die Stadt, die sich bereits an allen Ecken und Enden auf die Fußball-Europameisterschaft vorbereitete. Aber auch ohne Fußballspiel war die Ukraine auf jeden Fall eine Reise wert, so die Reiseteilnehmer.

Dr. Katrin Heidemann

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