11 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Mit MS Andrey Rublev von Moskau nach St. Petersburg

KN- & SZ-Leserreise vom 22. Juni bis 2. Juli 2012 Mit MS Andrey Rublev von Moskau nach St. Petersburg

Es ist gar nicht einfach die Eindrücke dieser unvergesslichen Flusskreuzfahrt in einem kurzen Bericht zusammenzufassen, da man eigentlich ein ganzes Buch über diese Reise schreiben könnte. Auch die Teilnehmer der KN- & SZ-Leserreise hatten durch die vielen unvergesslichen Erlebnisse das Gefühl, einige Wochen unterwegs gewesen zu sein und nicht nur elf Tage.

Voriger Artikel
Dnjepr- und Schwarzmeer-Impressionen
Nächster Artikel
Sardinien - Smaragdküste und wilde Berglandschaften

Unsere Leserinnen und Leser in Uglitsch

Quelle: Ingrid Reips

Moskau.. Dabei war es sehr unterschiedlich, was für die einzelnen Gäste als Höhepunkt besonders in Erinnerung blieb. Für viele war es sicher Moskau, das mit 10,4 Mio. Einwohnern nicht nur die Hauptstadt der Russ. Förderation ist sondern auch die größte Stadt Europas. Wir besuchten den Kreml und den Roten Platz mit dem Lenin-Mausoleum, bestaunten die Basilius- und die Christ-Erlöser-Kathedrale, aber auch einige der prunkvollen unterirdischen Paläste der Metro mit ihren 177 Stationen. Die sogenannten 7 Schwestern, grandiose Gebäude im russischen Zuckerbäckerstil, überragen weithin sichtbar das Stadtbild. Und immer wieder die goldenen, blau, grün oder rot verzierten Kuppeln der insgesamt 600 Kirchen, die der Stadt im 16. Jh. auch den Beinamen „das dritte Rom“ einbrachten.

Für manche Reiseteilnehmer war St. Petersburg nicht nur der krönende Abschluss der Reise sondern auch das ganz besondere Highlight. Die im östlichen Teil der finnischen Meeresbucht gelegene alte Zarenstadt mit ihren 5 Mio. Einwohnern mit der barock-klassizistischen Altstadt zählt zu Recht zum Weltkulturerbe der UNESCO. Erbaut wurde die Stadt durch Peter den Großen als Fenster Richtung Europa nach westlichem Vorbild. Die prachtvollen Paläste sind eine gelungene Mischung aus europäischer und russischer Architektur. Die vielen Brücken über die Newa und die Kanäle bieten eine einzigartige Kulisse und gaben der Stadt den Beinamen „Venedig des Nordens“. Besonders beeindruckend waren für uns dis Isaaks-Kathedrale, das Newskij-Kloster, die Eremitage und der Winterpalast, die Auferstehungs-Kathedrale, aber auch die Prachtstraße des Newsij Prospekts oder die Rostrasäulen, die früher als Leuchttürme dienten. Einige Gäste krönten den Aufenthalt mit dem Besuch des berühmten Bernsteinzimmers in Peterhof. Andere ließen sich verzaubern bei der Aufführung von Tschaikowskis Schwanensee oder beim farbenfrohen Kosaken-Abend. Ähnlich angetan wie schon F. Dostojewski waren wir von den berühmten „Weißen Nächten“, …Nächte, in denen Tag und Nacht untrennbar verschmelzen, schlaflos, zwischen Traum und Wirklichkeit…

Die Flussfahrt zwischen diesen beiden Metropolen bot uns einen Eindruck von den verschiedenen Landschaften und Kulturen und hatte ebenfalls viel Sehenswertes zu bieten. Die kleine altrussische Stadt Uglitsch wurde im Jahre 937 erstmals erwähnt und ist eine der Städte des Goldenen Rings um Moskau. Hier besuchten wir unter anderem die Blutskirche und die Christi-Verklärungs-Kathedrale, sowie den Kreml. Jaroslawl, das im September 2010 sein 1000-jähriges Bestehen feierte, gehört zu den ältesten Städten Zentralrusslands. Heute ist die Stadt ein beliebtes Touristenzentrum vor allem wegen der Altstadt mit den vielen Kirchen aus dem 17. Jahrhundert und dem Christi-Verklärungs-Kloster. Von Gorizy aus besuchten wir das Kirillow-Kloster, eine der größten russischen Klosterfestungen mit zwölf Kirchen, einer Kapelle, div. anderen Gebäuden (auch ein Gefängnis gehört dazu) und einer gewaltigen Wehrmauer mit zehn Türmen. Außerdem konnten wir bei einem ausgedehnten Spaziergang viele der typischen bunten Bauernhäuser  bewundern. Die nächsten Stationen unserer Reise waren die malerische Museumsinsel Kishi und das Künstlerdorf Mandrogi. Als interessant erwiesen sich natürlich auch die 17 Schleusen, die wir durchfuhren, wobei wir einen Höhenunterschied von 162 Metern überwanden. Insgesamt legten wir bei dieser unvergesslichen Flusskreuzfahrt 1.805 km zurück auf  dem Moskau-Kanal, der Wolga, dem Uglitsch- und dem Rybinsker-Stausee, der Scheksna, dem Weissen See, dem Kowzha, dem Onegasee, dem Swir, dem Ladogasee und der Newa.

Neben den vielen Sehenswürdigkeiten dieser Reise wird aber sicher auch die erstklassige  Betreuung nicht vergessen werden, sei es durch die immer fröhlichen und hilfsbereiten Borddolmetscherinnen, die Reiseleitung vor Ort und auf dem Schiff, oder die Kabinen- und Restaurant-Crew.  Sie alle haben mit ihrem unermüdlichen Einsatz und der guten Organisation zum Gelingen dieser großartigen Reise beigetragen. Deshalb gebührt ihnen ein ganz großes: Spassiba.

 Ingrid Reips

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige