14 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Mit der MS Hamburg auf kulinarischer Kreuzfahrt

KN- & SZ-Leserreise vom 30.05.-07.06.2012 Mit der MS Hamburg auf kulinarischer Kreuzfahrt

Klein aber fein, das ist das passende Motto für diese KN- & SZ-Leserreise. Die MS Hamburg ist ein Kreuzfahrtschiff, für das mit Recht der Oberbegriff „Klasse statt Masse“ steht. Mit Platz für maximal 400 Passagiere ist das Schiff sehr übersichtlich und man fühlt sich schnell zuhause. Zum Wohlfühlen trägt natürlich auch der erstklassige und persönliche Service bei und nicht zuletzt das vielfältige kulinarische Angebot der Bordküche.

Voriger Artikel
Von Störchen, Hexenbergen, Sängerfesten und Ritterburgen
Nächster Artikel
Dnjepr- und Schwarzmeer-Impressionen

Unsere Leserinnen und Leser auf der MS Hamburg

Quelle: Ingrid Reips

Lissabon.. Unsere Reise begann mit dem Vorprogramm in Lissabon, wo uns bei zwei verschiedenen Rundfahrten diese zauberhafte Stadt nähergebracht wurde. Beeindruckend waren besonders die malerischen engen Gässchen mit den geschmückten Balkonen (gut, häufig waren es keine Blumen sondern bunte Wäsche die dort zum Trocknen hing),  die mosaikverzierten Gehwege und die bemalten Kacheln an den Mauern der Häuser. Natürlich fuhren wir auch über die berühmte Hängebrücke Ponte 25 de Abril, um die 30 m hohe Christusstatue zu bewundern und von dort den eindrucksvollen Rundblick zu genießen. Anschließend besuchten wir noch Belem mit dem Jeronimos-Kloster, dem größten und prachtvollsten Sakralbau Lissabons und das berühmte Denkmal der Entdeckungen, welches über das Ufer des Tejo hinausragt.

Am Abend verließ die MS Hamburg den Hafen von Lissabon und beim Auslaufen bot sich ein unvergesslicher Blick auf diese Stadt, von der die Einheimischen sagen, sie ist von Natur aus schön und von Gott gesegnet.

Gegen Mittag erreichten wir Porto, dessen malerische Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt und die wir bei einem der beiden Ausflüge besichtigen konnten. Nach dem Spaziergang schloss sich eine Flussreise auf dem Douro an, unter den vielen Brücken hindurch, die uns zu einer der berühmten Kellereien brachte, wo natürlich eine Portweinprobe ein „Muss“ ist.

Der zweite Ausflug führte in die Provinz Minho mit malerischen Flusstälern und bewaldeten Hügeln, weiter nach  Braga, dem religiösen Zentrum, sowie Guimaraes, der ersten Hauptstadt Portugals mit der mittelalterlichen Königsburg.

Als nächstes erreichten wir den spanischen Hafen Vilagarcia an der Küste Galiciens. Von hier aus war Gelegenheit die Pilgerstadt Santiago de Compostela zu besuchen mit der berühmten Kathedrale, die das Ziel unzähliger Pilgerreisen ist oder zur Isla de la Toja zu fahren um bei einer Katamaran-Fahrt die Muschelbänke zu besichtigen und an Bord frisch gekochte Muscheln und Weisswein zu genießen.

Dass der nächste Tag ein Seetag war den wir gemütlich an Deck verbringen konnten war nach so vielen Eindrücken sehr angenehm.

Nach einer Strecke von 582 Seemeilen erreichten wir St. Malo, das wie ein steinernes Schiff in der Mündung des Flusses Rance stolz seine Festungsmauern erhebt. Die Fassaden und Türme verleihen der Stadt eine einzigartige Silhouette und der Gang auf der Stadtmauer bot einen herrlichen Ausblick über die Stadt, die Strände, den Hafen und natürlich auch auf „unser“ Schiff.

Ausserdem hatten die Gäste die Wahl, entweder den Ausflug zum eindrucksvollen Mont Saint-Michel zu unternehmen, den man auch als Wunder des Abendlandes bezeichnet, zur Austernstadt Cancale zu fahren – natürlich mit Kostprobe - oder die Juwelen der Bretagne zu erkunden, das malerischen Städtchen Dinan  mit den blumengeschmückten Fachwerkhäusern und das elegante Seebad Dinard mit seinen Villen und Herrenhäusern, die noch heute den Charme der Belle Èpoque ausstrahlen.

Früh am nächsten Morgen erreichten wir Honfleur an der Seinemündung. Die Stadt gilt mit Recht als Schmuckstück der Normandie. Von hier aus wurden Ausflüge nach Rouen und zu den normannischen Abteien geboten oder in das mondäne Seebad Deauville an der 20 km langen Blumenküste. Unzählige Apfelbäume in dieser Gegend liefern die Früchte die hier verarbeitet werden und so durfte natürlich der Besuch einer Calvados-Brennerei, mit der dazugehörigen Wein- und Käseprobe nicht fehlen.

Auch der letzte Tag der Kreuzfahrt diente wieder der Erholung auf See, bevor wir dann am frühen Morgen nach insgesamt 1597 Seemeilen Hamburg erreichten – etwas müde, aber voller unvergesslicher Eindrücke.

Ingrid Reips

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeige