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Autofahren im Hochsommer: Wenn die Hitze zur Gefahr wird

Verkehr Autofahren im Hochsommer: Wenn die Hitze zur Gefahr wird

An heißen Tagen wollen Autofahrer nur noch eins: ankommen. Hohe Temperaturen kosten Autofahrer und Begleiter viel Schweiß und Nerven. Aber nicht nur das. Sonne und Hitze können für Insassen gefährlich werden.

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Kühlen Kopf bewahren: Bei hohen Temperaturen verlieren Autofahrer schnell die Konzentration am Steuer. Viele Pausen können helfen. Foto: Kai Remmers

Stuttgart. Wer um die Risiken weiß, fährt auch im Hochsommer sicher ans Ziel.

 

Explosiver Tank: Bei hohen Temperaturen dehnt sich der Kraftstoff im Tank aus. "Er kann über die Tanklüftung entweichen und sich im schlimmsten Fall entzünden", sagt Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE). Bei 50 Litern Kraftstoff bedeutet das ein Plus von etwa einem Liter. Autofahrer tanken deshalb besser nicht komplett voll.

 

 

Konzentrationsverlust: An heißen Tagen lässt die Konzentration des Autofahrers unbemerkt nach. Hitzestress erhöht die Herzfrequenz und kann zu Schweißausbrüchen führen. Die Folge ist ein aggressiveres Fahrverhalten, das nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) die Unfallgefahr erhöht. Demnach steigt die Zahl der Crachs bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius um bis zu 22 Prozent. Um ausgeglichen am Steuer zu bleiben, helfen viele Pausen und die Klimaanlage.

 

 

Gefährliche Stopps: Auch bei kurzen Pausen sollten Autofahrer Kinder und Tiere nicht im Auto lassen. Ein paar Minuten in der prallen Sonne genügen, um einen Wagen um bis zu 70 Grad aufzuheizen. Entdecken Beobachter zurückgelassene Mitfahrer in anderen Fahrzeugen, sollte sie laut ACE so schnell wie möglich die Polizei oder einen Rettungsdienst rufen.

 

 

Blow-Ups: Es sind aufgeplatzte Stellen in der Fahrbahn, entstanden durch große Hitze - sogenannte Blow-Ups. "In Bayern ist deshalb sogar ein Motorradfahrer ums Leben gekommen", sagt ACE-Sprecher Hack. Bei extremen Temperaturen sollten Autofahrer vorausschauender fahren als sonst.

 

 

Deo-Sprays: Helfer gegen Schweiß und Geruch, aber bei Autofahrten eine mögliche Gefahr. Wie der Sprit im Tank kann sich das Gemisch in Deo-Sprays ausdehnen. "Im Extremfall platzt die Dose, und das Gas explodiert", sagt Constantin Hack. Autofahrer und Begleiter sollten Sprühdosen deshalb nicht offen im Auto herumliegen lassen, sondern sie an heißen Tagen im Fahrersitz, im Handschuhfach oder in der Türablage verstauen.

 

 

Heiße Reifen: UV-Strahlen lassen das Gummi im Reifen schneller altern und machen es porös. Von einer akuten Gefahr bei hohen Außentemperaturen zu sprechen, hält der ACE jedoch für übertrieben. Zwar steigt der Luftdruck, aber die Sicherheit sei während der Fahrt nicht gefährdet.

dpa

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