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Viele erkennen Warnsignale für Reifenpanne nicht

Verkehr Viele erkennen Warnsignale für Reifenpanne nicht

Vielen Autofahrern in Deutschland fällt es schwer, eine drohende Reifenpanne zu erkennen. So zählen sie einer Umfrage zufolge eine schwammige Lenkung oder veränderte Fahrgeräusche nicht als solch ein Signal.

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Ein defekter Reifen kann platzen, wenn man den Schaden zuvor nicht bemerkt. Den kann man anhand von Warnsignalen deuten.

Quelle: Patrick Pleul

Berlin. Fast zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten geben an, die Gefahr einer Reifenpanne kaum oder gar nicht einschätzen zu können. Etwa jeder Fünfte (21 Prozent) deutet unter anderem das für einen Reifenschaden typische Vibrieren oder Rütteln des Autos nicht als Signal für einen Reifendefekt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Aproxima. Im Auftrag des Portals Reifen.com wurden vom 12. bis 20. Mai knapp 1000 Autofahrer befragt.

Auffälligkeiten wie eine schwammige Lenkung oder veränderte Fahrgeräusche deuten jeweils 24 Prozent der Befragten nicht als Signal für ein Reifenproblem. Dass eine schnelle Früherkennung wichtig ist, betont Friedhelm Schwicker von der Prüforganisation Dekra: "Ein Reifenschaden macht sich schleichend bemerkbar." Bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn steigt die Chance, dass ein defekter Reifen schließlich platzt.

Um Schäden rechtzeitig zu erkennen, rät die Dekra zu Reifendruck-Kontrollsystemen. Der Vorteil: Der Fahrer bekommt ein Signal über ein Display, wenn der Reifendruck nachlässt. Das System läuft direkt über Sensoren am Reifen oder indirekt über Sensoren vom Antiblockiersystem (ABS) und Schleuderschutz (ESP).

Hersteller sind verpflichtet, alle Neuwagen seit November 2014 mit solchen Kontrollsystemen zu verkaufen. Ältere Fahrzeuge können nachgerüstet werden. Die Preise starten in der Regel ab 100 Euro. Wer ohne das System fährt, sollte regelmäßig den Reifendruck kontrollieren - zum Beispiel bei jedem Tankstopp, empfiehlt Schwicker.

dpa

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Deutsche Presse-Agentur dpa

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