Istanbul/Kairo. Bei der vorangegangenen Wahl waren es nur sieben gewesen. Die Schiiten machen allerdings nur 30 Prozent der Bevölkerung in dem Golfemirat aus,
Auch drei Frauen wurden laut der kuwaitischen Zeitung "Al-Qabas" ins Parlament gewählt. Nach Angaben der Regierung lag die Wahlbeteiligung am Samstag bei 38,8 Prozent. Die Opposition ging von 26 Prozent aus.
Es war bereits die zweite Parlamentswahl in dem krisengebeutelten Emirat in diesem Jahr. Die im Februar gewählten Volksvertreter, unter denen die regierungskritischen Gruppen die Mehrheit hatten, waren per Gerichtsbeschluss abgesetzt worden. Der Emir Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah änderte zudem per Dekret das Wahlrecht, so dass jeder Wähler jetzt nur noch einem statt vier Kandidaten seine Stimme geben kann. Islamisten sowie liberale Bündnisse beschlossen daraufhin, die Neuwahl zu boykottieren.
In Kuwait haben die Volksvertreter kaum Macht. Der Emir setzt die Regierung ein. In der Regel dauert eine Legislaturperiode vier Jahre.
dpa
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