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Studie zum Konsumverhalten

Musikhören verlagert sich weiter ins Netz


Für das Musikhören spielt das Internet bei den Nutzern in Deutschland eine immer größere Bedeutung. Das Streaming von Musik und Musikvideos aus dem Netz mache mittlerweile fast ein Fünftel des täglichen Zeitbudgets der Nutzer aus.
Streaming macht Musik überall verfügbar. Foto: Monique Wüstenhagen

Streaming macht Musik überall verfügbar. Foto: Monique Wüstenhagen

Berlin. Dies teilte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mit. Vor allem Musikvideo-Portale und Webradios erfreuten sich mit Anteilen von jeweils rund acht Prozent großer Beliebtheit.

Werbefinanzierte Streaming-Dienste oder entsprechende Abos wie Spotify, Napster oder Juke spielten dagegen mit zwei Prozent Anteil noch eine sehr überschaubare Rolle. Dennoch hofft die Musikindustrie darauf, dass mit dieser Form der Musiknutzung eine "Brücke geschlagen" werde zu vielen Nutzern, die sich bislang vielfach umsonst mit Musik im Netz versorgt haben. "Die Streaming-Dienste eröffnen spannende neue Konsumwelten für Musik, die vor allem für digital affine und webaktive Menschen besonders attraktiv sind", sagte Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI.

Eine wesentliche Rolle spiele aber weiterhin das klassische Radio, das weiter an Reichweite zugelegt habe und mit einem Anteil von 34 Prozent des täglichen Zeitbudgets die größte Quelle bleibt. Knapp die Hälfte der täglich konsumierten Musik laufe aber nach wie vor individuell ausgewählt über Tonträger (20 Prozent) oder digitaler Audiodatei (28 Prozent).

Für die Ergebnisse hat der Verband im Januar gemeinsam mit dem Institut für Marketing und Medien der Uni Hamburg insgesamt 6800 Teilnehmer befragt.

dpa

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