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Kiel Ärger um unangeleinte Hunde im Vieburger Gehölz
Kiel Ärger um unangeleinte Hunde im Vieburger Gehölz
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14:17 12.07.2018
Von Jennifer Ruske
Menschen anspringen und wild Bellen: Stürmisch ist die Begegnung des kleines Dackels mit Astrid und Ewald. Das tierliebe Paar freut sich über die wilde Begrüßung – doch das geht längst nicht allen so. Quelle: JR: Jennifer Ruske
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Kiel

Welche Möglichkeiten es gibt, dagegen vorzugehen, wurde im Ortsbeirat Hassee/Vieburg diskutiert. „Meine Kinder trauen sich nicht mehr in den Wald, vielen anderen Kindern aus der Nachbarschaft geht es ähnlich“, berichtet ein Vater. Früher habe der Nachwuchs stundenlang in dem Wäldchen gespielt. Seit einigen unangenehmen Situationen mit Hunden würden die Kinder das Gebiet meiden, sagt er. Seit rund einem Jahr spreche er Hundehalter daher an und bitte sie, die Tiere auf den Waldwegen abseits des Hundefreilaufgebietes anzuleinen.

Das Resultat sei in der Regel aggressives, uneinsichtiges Verhalten seitens der Hundebesitzer. Selbst Prügel seien ihm bereits angedroht worden. Auch Jogger, Spaziergänger und andere Waldnutzer, die das Vieburger Gehölz als Erholungsgebiet nutzen, berichten von kritischen Begegnungen mit unangeleinten Hunden oder Hundehaltern, die ihre Tiere nicht im Griff hätten.

Eine Lösung hatte der Stadtförster nicht parat

„Grundsätzlich gibt es in Kiel keinen Leinenzwang für Hunde. Ausnahme bilden die Wälder, Parks und Tiergehege“, erklärte Stadtförster Stefan Bronnmann. Hundehalter hätten dafür Sorge zu tragen, dass die Vierbeiner kein Wild jagen, keine Jogger stellen und keine Menschen belästigen. Wie man diese Menschen disziplinieren könne, die Anleinpflicht einzuhalten, dafür hat der Stadtförster allerdings keine Patentlösung parat. Selbst er habe keine Befugnisse, Personalien von Hundehaltern festzustellen.

Den Hundeauslauf im Gehölz einzuzäunen oder mehr Schilder mit dem Hinweis auf Leinenzwang aufzustellen, was der Ortsbeirat vorschlägt, sei nicht im Interesse der Stadt. „Den meisten Hundehaltern ist bekannt und bewusst, dass im Wald, außerhalb der Freilaufflächen, Leinenzwang herrscht. Wenn sie es nicht befolgen wollen, helfen Zäune, Schranken und Schilder auch nicht weiter.“

Doch der Ortsbeirat gibt nicht auf: Einstimmig fordert das Gremium die Verwaltung auf, nach Lösungsmöglichkeiten zu zu suchen. „Denn“, so der Ortsbeirat, „das Gehölz ist schließlich für alle da. Jeder soll sich ohne Angst im Wald erholen oder Sport machen dürfen.“

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