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Kiel Ein Zeichen für die Inklusion
Kiel Ein Zeichen für die Inklusion
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15:48 22.06.2015
Von Jörg Meyer
Mischa Gohlke rockt die Gitarre zum Inklusions-Song. YouTube Quelle: Screenshot / www.youtube.com/watch?v=KPi9ZNp-YJQ&
Hamburg/Kiel

Ausgedacht hat ihn der fast gehörlose Hamburger Gitarrist Mischa Gohlke, Initiator von www.grenzensindrelativ.de, dem Programm für Menschen mit einem wie er anderen Gehör oder anderer Andersartigkeit, denn von Taubheit zu sprechen, macht keinen Sinn, wenn einer wie Mischa nicht nur im Video die Blues-Gitarre schwingt.
 
Fast ein Jahr haben Mischa „and friends“ am Inklusions-Song gearbeitet, jetzt ist daraus ein poppig swingendes Plädoyer dafür geworden, dass Menschen gerade ihre Unterschiedlichkeit vereint – und das unbedingt hitverdächtig! Eingebettet in einen modernen Crossover-Sound singen, grooven und rappen die Protagonisten darin von universeller Verbundenheit und Überwindung persönlicher wie gesellschaftlicher Grenzen. Mischa Gohlke hat neben seiner Band dazu Künstlerinnen wie die Lead-Sängerin Katrin Wulff und weitere mit und ohne Handicap zusammengebracht, um zusammen Musik zu machen, gelebte Inklusion auf- und abseits der Bühne, wo „Pop-, Blues-, Funk-, Soul- und Rockelemente wie selbstverständlich miteinander verschmelzen“ – Inklusion also auch aller Stile. Hier gehe es ums „Mensch Sein, um ein selbstverständliches inklusives Miteinander, unabhängig von Hautfarbe, Musikstil und egal ob mit oder ohne (offensichtliches) Handicap“, sagt Mischa im Presseinfo. Und nicht zuletzt gehe es um coole Beats und darum, gemeinsam zu feiern.


 
Gelegenheit dazu ergibt sich nicht nur im Netz, sondern auch live beim „AndersSein vereint Festival“ am kommenden Donnerstag im Hamburger Knust. Mit dabei sind Orange-Blue-Sänger Volkan Baydar, Blues-Röhre Jessy Martens, Rolli-Rapper Graf Fidi, das Klassik-Elektro-Duo string’n’base sowie Lilian Gold aka Lilli Holiday & Herr Schmidt. Lesen wird der Autor Dirk C. Fleck, der sich als ehemaliger Journalist von GEO, Stern und Spiegel seit Jahren kritisch mit Gesellschaftsthemen auseinandersetzt.
 
Auch in Kiel ist solche Inklusion angesagt: Bei der „Inklusionsfackel“ im Rahmen der Kieler Woche am 27. Juni, 11.30 Uhr. Von Schilksee wird gerannt und gerollt bis zur Kiellinie und der NDR-Bühne, wo um 16 Uhr symbolisch die Fackel des andersseiend Vereinten an einen Vertreter der Stadt übergeben wird.
 
Donnerstag, 25.6., Knust (Neuer Kamp 30, 20357 Hamburg). Sonnabend, 27.6., Kiellinie.
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