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Kiel Was hilft am Hauptbahnhof?
Kiel Was hilft am Hauptbahnhof?
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10:00 23.11.2017
Von Niklas Wieczorek
Der Bahnhofsvorplatz steht allen offen: Wie die gefühlte Sicherheit hier zunehmen soll, diskutiert derzeit eine Arbeitsgruppe. Quelle: Uwe Paesler

Das bestätigte Stadtsprecherin Annette Wiese-Krukowska. Als erste Schritte plant Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) einen Runden Tisch mit Taxi-Unternehmen sowie mehr Reinigung vor dem Gebäude.

Kämpfer will Angsträume bekämpfen

„Wir arbeiten koordiniert mit allen Akteuren daran, die Lage rund um den Bahnhofsbereich zu verbessern und Angsträume zu beseitigen“, schildert Kämpfer, wie die Stadt „mulmige Gefühle“ am Bahnhof verhindern will. Nachgedacht wird unter anderem über eine aus Elmshorn bekannte Video-Überwachung. Dort werden Gesichter automatisch gepixelt und erst bei Verfolgung einer Straftat kenntlich gemacht. Eine kostenlose Stehpissoir-Lösung nach Hamburger Vorbild ist ebenfalls denkbar – ein geschlossenes Gebäude böte zu viele Versteckmöglichkeiten – geklärt werden müssen jedoch noch Denkmalschutzfragen.

Hamburger Erfahrungen der Polizei

Dass das Thema weiter diskussionswürdig ist, zeigte ein Beitrag im Rahmen der jüngsten Sitzung des Polizeibeirates im Innen- und Umweltausschuss. Frank Matthiesen, stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Kiel, sprach von einem Erfahrungsbericht der Hamburger Polizei: Darin erwähnt wurde, „ständiges Lagern an einem Ort als Sondernutzung“ zu werten. Das würde es vereinfachen, Leute des Platzes vor dem Bahnhof zu verweisen, bedeute aber auch: „Alle Aktivitäten, den Aufenthalt zu verlängern, sind kontraproduktiv“. Das gelte auch für Sozialarbeit. Der Beitrag sorgte für vielfältige Reaktionen.

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