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Kiel Schritt für Schritt zum Holsten-Fleet
Kiel Schritt für Schritt zum Holsten-Fleet
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07:02 06.06.2018
Von Niklas Wieczorek
Hier wird es schmaler: Vor dem Ahlmann-Haus müssen Stahlbetonreste im Becken des Holsten-Fleets überbaut werden. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

"Jetzt passiert noch mal eine ganze Menge, gerade vor der Kieler Woche", skizzierte Peter Bender, Leiter des Tiefbauamtes, während einer Informationsrunde im Innenstadt-Baubüro an der Kehdenstraße. Besonders deutlich wird das im Bereich der Rathausstraße. Hier, so schilderte es Spezialist Jens Neunert aus dem Tiefbauamt, wird die Fahrbahn rechtzeitig vor der Kieler Woche fertig bis zur Einmündung Willestraße. Das sei auch notwendig für den Anlieferverkehr zum Internationalen Markt. Ursprünglich geplant war, eine halbstarre Betondecke zu verlegen – doch davon musste während des Baus abgerückt werden. Der Grund: "Straßenbahnschienen hatten wir hier erwartet", so Neunert, "aber keine Betonplatte als deren Fundament unter dem gesamten Bereich." Weil der Baugrund darunter gelitten hat, werde jetzt eine spezielle Asphaltdecke mit Wachsen verlegt, die sich entsprechend anpassen soll.

Breite Durchgänge an Bauinseln

Außerdem, so Neunert, werden zur Kieler Woche die Bauzäune versetzt, sodass die Besucherströme zur Kehdenstraße gelangen können. Ein breiter Durchgang vom Rathausplatz Richtung Altstadt soll also direkt durch das Baufeld führen, das dadurch in zwei umzäunte Inseln geteilt wird. Auch die Verbindung der Holstenstraße wird verbreitert. Sicher – bis auf den Zwischenfall Anfang Mai, als der Riesenbohrer in Schieflage geriet – und vor allem schnell verliefen bisher auch die Vorarbeiten für die Pfahlgründung der Wasserbecken. "Das Bohrgerät ist mit seinem Programm schon durch, die Firma ist deutlich schneller gewesen als geplant", sagte Udo Weißel vom Tiefbauamt begeistert.

Vor dem Ahlman-Haus soll es schmaler werden

Eine Herausforderung stellt sich dagegen vor dem Ahlmann-Haus, wo eine Überraschung im Boden schlummerte: Seit einem Neubau ruht die Statik offenbar nicht nur auf dem Grundstück des Gebäudes selbst, sondern auch auf städtischem Grund unter der Holstenbrücke, schilderte es Udo Weißel. Mehrere Balken aus Stahlbeton ragen parallel zur Holstenstraße in das Baufeld hinein. Baudezernentin Doris Grondke präsentierte kurz darauf die Lösung. Das Becken werde an der Stelle um die Hälfte schmaler: "Wir haben schnell reagiert und planen nun an der schmaleren Stelle des Beckens eine Erweiterung der Promenade mit Sitzstufen runter zum Wasser", beschrieb Grondke. Der barrierefreie Zugang zur Aufenthaltsfläche sei in den Planungen berücksichtigt worden. Technische und mögliche Kostenänderungen seien noch in der Absprache, heißt es von der Stadt.

Seit September 2017 wird in Kiels Mitte gebaut: Das Holsten-Fleet soll die Innenstadt nach der Fertigstellung 2019 prägen.
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