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Kiel Zehn Kinder lasen um den Stadtsieg
Kiel Zehn Kinder lasen um den Stadtsieg
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06:00 14.03.2019
Von Laura Treffenfeld
Hier darf jetzt nur eine sprechen: Thurid Ptok (Mitte) liest beim Kieler Vorlesewettbewerb der 3. Klassen aus einem Buch vor.  Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Für fünf Mädchen und fünf Jungs ging es am Mittwoch um den Stadtsieg. Alle Kinder mussten zunächst einen Auszug aus einem eigenen Buch vorlesen, in einer zweiten Runde war dann ein Abschnitt aus einem für sie unbekannten Buch an der Reihe.

Schwierig vorzulesen sind die fremden Bücher

Jurymitglied Anneke Hellwig von der Kinderbücherei Wik hörte den Kindern konzentriert beim Vorlesen zu. „Die meisten Kinder lesen schon sehr gut aus ihren eigenen Büchern vor“, sagte Hellwig. „Beim Lesen aus dem unbekannten Buch kann man dann aber hören, ob die Kinder ihren Text nur gut auswendig gelernt haben oder ob sie wirklich begabte Leser sind.“

Die Gewinnerin und der Gewinner kannten sich gut

Am besten haben es am Ende zwei Kinder gemacht, die sich sogar gut kennen. Thurid Ptok und Fiete Biermann, zufällig beide aus der Klasse 3b der Schule am Sonderburger Platz, konnten sich über ihre Erstplatzierung und einen Buchgutschein freuen.

Lesen lässt aus Worten Bilder entstehen

„Lesen ist eine Kernkompetenz für Kinder“, sagte Birgit Knott von der Stadtbücherei Kiel, ebenfalls Jurymitglied. „Aus den Worten entstehen Bilder im Kopf, die dann zu Geschichten werden – das können Bücher viel besser erreichen als Filme.“ Die Form des Wettbewerbes könne zwar leider auch manchmal Frust bei den Kindern hervorrufen, so Knott. „Aber natürlich geht es vor allem darum, Spaß am Lesen zu vermitteln.“

Aufregung galt dem eigenen Text

Thurid hält am Ende ihre Urkunde und den dritten Band der Harry-Potter-Reihe in den Händen, aus dem sie in der ersten Runde vorgelesen hatte. „Ich war eigentlich mehr aufgeregt vor meinem eigenen Textabschnitt als vor dem fremden“, sagt sie. Woran das liegt, weiß sie nicht ganz genau, sie war in den Vorrunden auch schon immer besser beim Lesen des fremden Textes gewesen.

Toll gemacht haben es aber alle

Die zehn jungen Vorleserinnen und Vorleser können sich auf jeden Fall alle als Gewinner sehen. Denn fast ohne Versprecher oder größere Patzer legten sie einen tollen Auftritt hin. Und das ist gar nicht so einfach. Oder versuchen Sie einmal, laut und fehlerfrei vor Publikum „Die gefälschte Statue“ auszusprechen.

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