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Kiel Betriebe suchen händeringend Azubis
Kiel Betriebe suchen händeringend Azubis
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17:31 22.09.2018
Von Karina Dreyer
Zum ersten Mal dabei: Habib Harzberg zeigt den Schülern (von links) Jan Luca, Timon und Noé, was sie in seinem Bau- und Fliesenunternehmen lernen können. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Viel mehr Betriebe haben Interesse, sich zu beteiligen: „Doch wir sind an der Grenze unserer Kapazität angelangt. Auch wenn die Betriebe händeringend Auszubildende suchen“, betonte Gebel.

Es gibt mehr als 330 Ausbildungsberufe im dualen System, davon in der Region Kiel rund 130. Damit Betriebe und Auszubildende zueinander finden und auch passen, mussten sich Schüler mit einem Fragenkatalog auf die Messe vorbereiten. An ihrer Seite die Eltern, „die wir vorab an einem Abend informiert haben“, erklärte sie.

Der erste Eindruck

Mit den Eltern begann auch die Messe vor zwölf Jahren: Eltern von Schülern berichteten von ihren Berufen und Betrieben. Von Jahr zu Jahr kamen andere und immer mehr hinzu. Mit dem Ziel, dass die Schüler an den Ständen inhaltlich mehr über die Berufe erfahren, einen ersten Eindruck hinterlassen oder sich gar für ein Praktikum oder eine Ausbildung bewerben können.

Ehemalige kommen zurück

Mittlerweile sind an den Ständen auch viele ehemalige Schüler, die bereits eine Ausbildung machen und darüber informieren. Für Finn Michel Hoffmann „war die Messe ein Kickstarter ins Berufsleben“, sagte der angehende Industriemechaniker bei der Stryker Trauma GmbH. Schon zum dritten Mal beriet er am Sonnabend auf der Messe die nachfolgenden Schüler. Björn Benson macht eine Lehre als Nutzfahrzeugmechatroniker bei der KVAG. „Die meisten verbinden uns nur mit Busfahren, dabei gibt es viel mehr“, bedauerte Benson. Er lobte aber, „dass viele Eltern für die Kinder detailliert nachfragen, weil die eben noch keine Ahnung haben und ihnen damit auch helfen, Hemmschwellen zu überwinden“.

Berufe schmackhaft machen

Neu dabei war in diesem Jahr Habib Herzberg mit seinem Meisterbetrieb Bau und Fliesen. Zu seinem Unternehmen gehören derzeit fünf Auszubildende, er sucht wieder neue und würde gerne in der Männerdomäne auch Frauen ausbilden. „Wir sind hier, um uns zu präsentieren und unsere Berufe schmackhaft zu machen. Meistens ging es aber um die Frage, wie hoch der Verdienst sei“, beschrieb er. Von der Messe selber war er begeistert: „Es müsste im Jahr davon mindestens drei oder vier in Kiel geben“. Auch, dass die Teilnahme Pflicht für die Schüler sei, gefiel ihm gut.

Unternehmen wollen präsent sein

Seit vielen Jahren schon dabei, aber nun der insgesamt elfte Kooperationspartner der Schule ist die Firma Süverkrüp Automobile. „Man muss als Unternehmen auch was tun und präsent sein“, sagte Britta Mues, Ausbildungsbetreuerin bei Süverkrüp. Im Kooperationsvertrag werde vereinbart, dass die Fredich-Junge-Schüler bevorzugt behandelt werden bei Praktika und Ausbildungsplätzen. Es gebe Betriebsbesichtigungen und einen „guten Draht, denn wir sind ja fast Nachbarn“, so Mues. 

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