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Freizeit-Träume für den Kleinen Kiel

Bootsverleih und Kiosk Freizeit-Träume für den Kleinen Kiel

Wird es bald einen Bootsverleih am Kleinen Kiel geben? Und einen Kiosk für Eis und Pommes? Das Grünflächenamt hält das alles für möglich, wie aus einer Geschäftlichen Mitteilung hervorgeht, die am Mittwoch dem Wirtschaftsausschuss vorgelegt wird. Der Haken: Die Finanzierung ist noch ungeklärt.

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Blick auf das ABK-Häuschen am Kleinen Kiel: Nach dem Umbau zu einem Kiosk könnten hier Gastronomie und ein Bootsverleih einziehen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Das ABK-Häuschen an der Südspitze des Kleinen Kiels könnte –„vorbehaltlich einer Einigung mit dem ABK“ – zu einem Kiosk umgerüstet werden, in dem es Essen und Getränke gibt. Vor dem Kiosk könnte eine Aufenthaltsplattform knapp oberhalb der Wasserfläche entstehen, an der auch Boote zum Verleih festmachen könnten. Wenn ein Teil dieses Gestaltungskonzeptes umgesetzt würde, wäre auch eine Rasentreppe mit einem weiteren Bootsanleger am Ratsdienergarten für Rundtouren über den Kleinen Kiel möglich. Für den Betrieb eines Cafés mit Bootsverleih im ABK-Häuschen gebe es schon private Interessenten, heißt es weiter.

Auch die Kosten haben die Planer im Grünflächenamt schon berechnet: 1,3 Millionen Euro würde die Umgestaltung rund um das ABK-Häuschen kosten, 670000 Euro die Rasentreppe und der Anleger am Ratsdienergarten. Im Detail wurde das Ganze aber noch nicht zu Ende geplant.

Breite Unterstützung für die Ideen

Für die Ideen gibt es offenbar breite Unterstützung. „SPD und SSW unterstützen ein weiteres Vorgehen“, versichert der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Falk Stadelmann. Vor der Kommunalwahl werde aber wohl kein Ratsbeschluss mehr auf den Weg gebracht, schätzt Stadelmann. Mit neuen Mehrheiten müsse dann entschieden werden.

„Die CDU-Ratsfraktion unterstützt sinnvolle und finanzierbare Vorhaben, die die Aufenthaltsqualität – gerade in der Innenstadt – erhöhen. Erholungsflächen wie am Bootshafen könnten auch zusätzlich am Kleinen Kiel entstehen“, sagt der stellvertretende Stadtpräsident und umweltpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Robert Vollborn.  „Neben einer für alle zugänglichen Aussichtsplattform, die von der Stadt zu finanzieren wäre, können Projekte wie ein Café mit angeschlossener Bootsvermietung eine sinnvolle Ergänzung zur Aufwertung des Kleinen Kiels darstellen“, findet auch FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke.

Bedenken bei den Grünen

Bedenken kommen dagegen von den Grünen. Die Schilfkante rund um den Kleinen Kiel sei inzwischen ein wichtiger Rückzugsort für Tiere mitten in der Innenstadt geworden, betonten die beiden baupolitischen Sprecher Arne Langniß und Arne Stenger. „Es muss gewährleistet werden, dass diese Refugien bestehen bleiben und nicht durch den Bootsverkehr gestört werden.“

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Ein Artikel von
Anne Steinmetz
Lokalredaktion Kiel/SH

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