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Kiel Parkdruck sorgt für Ärger
Kiel Parkdruck sorgt für Ärger
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10:00 04.11.2018
Von Jennifer Ruske
Barrierefrei sind die Häuser in der Braustraße 9-15 gestaltet. Selbst der Bordstein ist für eine Querung der Straße mit Rollatoren abgesenkt – sie sind aber zugeparkt, wie Stephan Rieck, Hans Meisel, Christian Jopen und Sven Bannas (von links) zeigen. Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

„So kann es auf Dauer nicht bleiben“, sagte Stephan Rieck, Vorsitzender des Eigentümerbeirats Braustraße 9-15 mit Blick auf die Parksituation vor dem Mehrfamilienhaus. Zusammen mit dem zweiten Vorsitzenden Hans Meisel und Hausverwalter Sven Bannas war Rieck zur Sitzung des Ortsbeirats Hassee/Vieburg gekommen und hatte dort den Vorsitzenden Christian Jopen (SPD) zum Ortstermin gebeten. An einem Sonnabendvormittag fand er nun statt – und selbst in der kurzen Zeit des Treffens zeigte sich das Dilemma in ganzem Ausmaß.

Anwohner: "Sie blockieren uns"

84 Wohnungen gibt es in dem Gebäude in der Braustraße 9-15, und alle haben einen Stellplatz in der Tiefgarage. „Das Herausfahren aus der Garage wird uns durch die Parksituation in der Straße allerdings deutlich erschwert“, sagte Rieck. Paketboten, Lieferdienste, Pizzaboten und andere stellen sich mangels Alternativen in die Einfahrt. Verständnis dafür haben die Bewohner schon: „Die Braustraße ist so schmal, dass nur ein Fahrzeug zur Zeit durchfahren kann. Dass die Lieferanten irgendwo hin müssen, um nicht den Verkehr zu blockieren, ist klar“, sagte Rieck. „Doch letztendlich blockieren sie uns, wenn auch nur für eine kurze Zeit.“

Schlimmer seien die Fahrzeuge, die die Einfahrt rechts und links dauerhaft zuparken, sodass nur ein schmaler Bereich zur Ausfahrt übrigbleibt. „Man kann die Straße nicht mehr einsehen und muss sich zentimeterweise vortasten“, berichtete Rieck. Da auch auf der gegenüberliegenden Seite der Straße Autos parken, erfordert das Ausfahren oft ein Rangieren.

Abhilfe durch neue Poller?

Hilfe und Lösungen – vielleicht durch den Einbau von Pollern – erhoffen sich die Anwohner vom Ortsbeirat. Denn – so Rieck – „auf unser Schreiben ans Tiefbauamt haben wir zwei Jahre lang gar keine Antwort bekommen. Alleine das ist eine Frechheit.“ Ein weiteres Schreiben an den Oberbürgermeister wurde unlängst – vom Tiefbauamt – beantwortet, dass ein Rangieren bei der Ausfahrt hinnehmbar sein müsse. Dabei hatten Vertreter der Verwaltung selbst bei einer Verkehrsschau im April 2013 auf die Probleme vor Ort hingewiesen. Das hatte Jopen recherchiert. „Damals hatte die Verwaltung unter anderem den Bau von Pollern angeregt.“ Warum diese Anregung nicht umgesetzt wurde, will der Ortsbeirat nun von der Stadt wissen. Ein Antrag darüber war während der Sitzung einstimmig abgesegnet worden.

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