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Kiel Kieler Dachdecker vor Gericht
Kiel Kieler Dachdecker vor Gericht
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10:01 03.04.2018
Von Thomas Geyer
Der 32-jährige Angeklagte soll seine Ex-Partenrin immer wieder mit Faustschläger misshandelt haben. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Kiel

Weil der 32-jährige Dachdecker bei den Taten Messer, Revolver und Schrotflinte eingesetzt haben soll, muss er sich auch wegen zahlreicher Waffendelikte vor dem Kieler Amtsgericht verantworten.  Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind eine erschreckende Auflistung wachsender Brutalität.

Zunächst soll der Angeklagte im Februar 2016 die Ex-Freundin, die sich kurz zuvor von ihm losgesagt hatte, in der damals noch gemeinsamen Wohnung in Kiel-Mettenhof mit einem Zollstock verprügelt haben. Laut Vorwurf schlug er ihr das Messinstrument mindestens zehnmal auf den Kopf, bis es durch die Wucht der Schläge zerbrach. Danach fand die junge Frau Zuflucht bei Freunden.

In einem Waldstück drohte er, sie umzubringen

Zwölf Tage später hatte der Angeklagte ihren Unterschlupf entdeckt. Gegen 22.30 Uhr stürmte er die Wohnung, bedrohte zwei Zeugen mit einem Schreckschussrevolver und schlug mit der Waffe zehn Mal auf die Geschädigte ein. Den geschockten Zeugen soll er angekündigt haben, sie zu erschießen. Nach weiteren Faustschlägen gegen die Ex-Freundin soll der Angeklagte die Frau in ein Waldstück zwischen Schierensee und Wrohe gefahren haben. Dort drohte er, sie an einen Baum zu binden, sie umzubringen und als Futter für die Wildschweine liegen zu lassen. Laut Vorwurf richtete er eine Schrotflinte auf die Frau, fragte sie nach den Gründen für die Trennung und drückte aus kurzer Entfernung ab.

Von Blutergüssen und Quetschungen gezeichnet

Die Ladung feuerte er in den Waldboden und schlug der Frau die Flinte so heftig in den Rücken, dass sie zerbrach. Aus Wut über die beschädigte Waffe soll er weiter mit Fäusten auf ihren Kopf eingeschlagen haben. Die von Blutergüssen und Quetschungen gezeichnete Frau verschleppte er anschließend in seine Wohnung. Dort ließ er sie laut Anklage erst gehen, als Zeugen von außen Druck machten.

 Der Verteidiger will den Angeklagten durch einen Sachverständigen psychiatrisch begutachten lassen. Das Gericht stimmt zu. Ein neuer Prozessanlauf wird frühestens nach den Sommerferien möglich sein, teilte der Vorsitzende mit Blick in den Terminkalender mit.

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