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Kiel Kunst aus dem Zigarettenautomaten
Kiel Kunst aus dem Zigarettenautomaten
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08:00 30.08.2017
Von Volker Rebehn
FH-Kanzler Klaus Heinze hat das erste kleine Kunstwerk, das sich in der Schachtel verbirgt, aus dem früheren Zigarettenautomaten gezogen. Der Rostocker Künstler Frank Rexin hat den Automaten geschaffen. Quelle: Volker Rebehn

Klaus Heinze, Kanzler der Fachhochschule Kiel, Kunstenthusiast und Initiator vom Bunker-D, war begeistert. Der Kunstautomat ist der erste in der Kieler Region und der dritte seiner Art in Schleswig-Holstein.

Die Handwerker auf der anderen Straßenseite sind neugierig geworden. „Gibt’s da Zigaretten?“, fragen sie laut. „Nein!“, ruft Klaus Heinze zurück. „Getränke?“ „Auch nicht!“ „Was dann?“, will es einer genau wissen. Ein „Ach so!“ erntet Klaus Heinze, als er erklärt, dass es sich zwar um einen alten Zigarettenautomaten aus den 1980er-Jahren handelt, der aber von dem im sachsen-anhaltinischen Kunsthaus Oschersleben arbeitenden Künstler Frank Rexin zu einem Kunstautomaten umgestaltet worden sei. Nicht Zigaretten, sondern Kunstwerke seien in den Schachteln. Deren Inhalte würden allein von den Künstlern bestimmt und seien nur durch die Innenmaße der Schachteln begrenzt.

Die Idee, mit den Päckchen einen „Kunstraum“ der besonderen Art zu schaffen, wurde von Lars Kaiser schon 2001 ins Leben gerufen. Mittlerweile stehen 160 Kunstautomaten in Deutschland, Österreich und Spanien. Noch in diesem Jahr sollen Standorte in Taiwan und Neuseeland dazukommen. Wer Kunst studiert hat und als Künstler arbeitet, kann teilnehmen. Wie Lars Kaiser auf seiner Internetseite schreibt, seien die Kunstautomaten zurzeit mit originalen Kunstwerken von mehr als 200 regionalen, nationalen und internationalen Künstlern bestückt.

Wählen kann man nicht. Wer vier Euro in den Automaten steckt, erhält beim Ziehen ein Überraschungspaket mit kleinen Bildern, Objekten oder Zeichnungen aus vielfältigen Materialien.

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