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Kiel Das "Meteor"-Denkmal hat Geburtstag
Kiel Das "Meteor"-Denkmal hat Geburtstag
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19:14 25.02.2009
Kiel

28. Februar 1959. Die Ostseehalle heißt noch Ostseehalle und ist Austragungsort der 5. Pferdeleistungsschau. Doch nicht nur dahin zieht es die Pferdebegeisterten, sondern auch vor das Ministerium am Beginn des Hindenburgufers. Vorsichtig wird dort ein massiges Pferd aus Bronze von einem Kran auf einen Sockel gehoben: Meteor. Das war eines der erfolgreichsten und berühmtesten Springpferde seiner Zeit. Untrennbar mit ihm verbunden ist Fritz Thiedemann, in den 50er Jahren sind er und Hans Günter Winkler die herausragenden deutschen Springreiter. Thiedemann gelingt - um nur ein Beispiel seiner Karriere zu nennen - bei den Olympischen Spielen 1952 als bisher einzigem Reiter der Welt, sowohl im Springen (Einzel) als auch in der Dressur (Mannschaft) eine Medaille, jeweils Bronze, zu gewinnen. Die meisten seiner Titel errang Thiedemann auf Meteor. Das ist ein gewichtiger brauner Holsteiner Wallach, der von Thiedemann liebevoll der „Dicke“ genannt wird.

Der ist, zum Bedauern seiner Fans, an jenem Februartag vor 50 Jahren nicht bei den Reitern in der Ostseehalle, kam aber zum Festakt zur Einweihung des Standbildes. „Ja, das ist er. So sieht er aus!“, soll er das Kunstwerk kommentiert haben. „Mit diesem Bronzestandbild des mächtigen Holsteiners würdigt die Landesregierung nicht nur die großen Erfolge, die Meteor unter Fritz Thiedemann errungen hat, sondern mit diesem Denkmal sollen zugleich die Leistungen der Holsteiner Landespferdezucht und darüber hinaus der deutschen Pferdezucht eine sichtbare Ehrung erfahren“, heißt es in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1959. Günter Flessner, ehemaliger Landwirtschaftsminister, hat jahrelang auf dem Weg zum Schreibtisch die Bronzefigur passiert. „Vorne der Meteor und hinten die ,Gorch Fock', das war nicht zu übertreffen.“ Er bringt die Bedeutung dieser Skulptur so auf den Punkt: „Sie ist ein Symbol: für das Haus, für das Land und auch für Deutschland.“ Gerade bei den Olympischen Spielen 1952 seien Pferd und Reiter wichtige Botschafter für ein neues Deutschland gewesen. „Sie haben gezeigt, es geht wieder bergauf.“

Geschaffen hat die Skulptur der 2007 in Schilksee verstorbene Bildhauer Hans Kock. Seine Arbeit ist dreizehn Prozent größer als das Pferd in natura, um die Figur realistischer wirken zu lassen. Rund ein Jahr dauerten die Vorarbeiten. Als die Bronzeskulptur eingeweiht wurde, hatte Meteor 137 Siege in seiner Turnierlaufbahn errungen, er galt für viele als das „erfolgreichste Springpferd der Welt“. 1961 gewann Meteor im Preis der Nationen des CHIO in Aachen. Einen Tag später verabschiedet sich Thiedemann aus dem Profisport. Er starb im Januar 2000 im Alter von 81 Jahren in seinem Geburts- und Wohnort Heide in Holstein. Meteor (geboren im Mai 1943 von Diskus aus der Konkurrentin) wurde 23 Jahre alt und starb 1966. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat als besondere Ehrung den Namen Meteor für Pferde gesperrt, die bei Wettbewerben antreten.

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