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Kiel Rund 300 für sozialen Wohnraum in Kiel
Kiel Rund 300 für sozialen Wohnraum in Kiel
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16:47 23.07.2017
Von Niklas Wieczorek
Sie fordern von der Stadt mehr sozialen und bezahlbaren Wohnraum: Demo eines losen Bündnisses vor dem Rathausplatz. Quelle: Frank Peter

Um 13 Uhr sammelten sich die Demonstranten vor dem Kieler Rathaus im strömenden Regen, um ihre Forderungen für mehr sozialen Wohnungsbau und eine Lösung für die Wagengruppe "Schlagloch" deutlich zu machen. Im Sommer solle in der Stadtführung daran gearbeitet werden, forderten die Organisatoren. "Wir hatten dabei ein durchweg positives Gefühl, dass man bei so viel Regen in Kiel auf die Straße geht", sagte einer der Organisatoren. Das spreche eindeutig dafür, dass die Sache die Interessierten aus verschiedenen Spektren dabei bekräftigt habe.

Zu der Kundgebung aufgerufen hatte "ein loser Zusammenhang von mehreren Kieler Gruppen", hieß es in einem Statement an die Presse. Darunter waren unter anderem die Antifa Kiel, Mitglieder der "Wagengruppe Schlagloch" und Unterstützer der Alten Meierei. Redebeiträge kamen vom Bündnis für bezahlbaren Wohnraum, dem Wohnprojekt Alte Dampfziegelei, dem Libertären Laden und der Wagengruppe Schlagloch.

Zwischen Wagengruppe und Stadt bahnt sich eine Lösung an

Das Ende der Suche nach einem Wagenstellplatz der Gruppe Schlagloch scheint indes nah: Die Stadt hat den ehemaligen Besetzern des Möbel-Kraft-Geländes ein vorbehaltliches Flächenangebot unterbreitet, das jetzt Aktivisten und Ämter prüfen. Es handelt sich dabei um eine Fläche nahe dem Aubrook, wie Michael Saitner, Verhandlungsführer der Stadt aus dem Büro des Oberbürgermeisters am Freitag bestätigte. Sollte es keine Bedenken der Behörden geben, wäre eine Verlegung der Wagen möglich.

Voraussetzung der Stadt ist dabei weiterhin, dass die Wagengruppe einen Verein gründet, mit dem eine vertragliche Grundlage zur Flächennutzung möglich wäre, so Saitner. Aus der Wagengruppe hieß es am Mittag: „Es müssen beide Seiten alles prüfen.“ Will heißen: Die Aktivisten sitzen an ihrem derzeitigen Standort am Ende der Hofteichstraße zusammen und diskutieren über den vorgeschlagenen Platz und ihre Zukunft als Wagengruppe. Jeden Abend werde geredet, so die Gruppe.

Zwischenzeitlicher Umzug ausgeschlossen

Einen Zeithorizont, wann es eine Einigung geben kann, wollen derzeit aber weder Stadt noch Aktivisten angeben. Der derzeitige Wohnplatz an der Hofteichstraße fällt damit langfristig für die Wagengruppe weg. Es gibt von städtischer Seite zu viele Bedenken gegen das ehemals belastete Gelände. Einen zwischenzeitlichen Umzug schließt Saitner aber auch aus: „Wenn der gute Wille da ist, muss man auch keinen Umweg mehr machen.“

Die nun im Raum stehende Fläche wurde bereits im Laufe der Woche von der Gruppe besichtigt und sei zumindest „bauplanungsrechtlich geeignet“, da der nahe Aubrook für alternatives Wohnen zur Verfügung stehe. Nun komme es darauf an, dass sich die Seiten schnell einig werden.

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