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Kiel Sprottenhausen wieder in Kinderhand
Kiel Sprottenhausen wieder in Kinderhand
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17:04 21.07.2018
Von Martin Geist
Mattis (links) und Leon haben ihren ersten Job im Kiosk von Sprottenhausen gefunden. Quelle: Martin Geist
Kiel

Bis kommenden Freitag können sie Demokratie üben und dabei Spaß haben.

Auch diesmal schlägt die Kinderstadt wieder kommunalpolitische Wellen, denn für kommenden Dienstag hat sich Stadtpräsident Hans-Werner Tovar (SPD) zum Antrittsbesuch in Sprottenhausen angekündigt. Bis dahin werden die acht- bis 14-jährigen Einwohner aller Voraussicht nach einen Bürgermeister gewählt haben, erste wahlkämpferische Aktionen für die auf Montag angesetzte Abstimmung liefen gleich am Sonnabend an.

Sprottenhausen ist Sozialstadt

Überhaupt hat die Kinderstadt der Kieler Arbeiterwohlfahrt viel mit dem echten Leben zu tun. Arbeit muss beispielsweise sein, sonst gibt es kein Geld. Zumal diesmal eine Währungsreform greift und der Trick, gehortete Sprotten aus der Kinderstadt vom Jahr 2016 in Umlauf zu bringen, der neu designten Scheine wegen nicht mehr zieht. Gleichwohl ist Sprottenhausen eine Sozialstadt und lässt niemanden hungern. Zu verdanken ist das in erster Linie der Investitionsbank Schleswig-Holstein mit ihrer Spendenplattform „Wir bewegen SH“. Die Arbeiterwohlfahrt hat darüber hinaus 5500 Euro Spenden eingeworben und auf diese Weise fast die kompletten Essenskosten finanziert.

Bei aller Freude, die das Dasein in Sprottenhausen bereitet, müssen die Einwohner wohl auch noch einige heiße Diskussionen durchstehen. Zu klären ist auf jeden Fall, wie es die Kinder mit dem Elternverbot halten: Ganz aussperren oder Führungen zu ausgewählten Terminen anbieten? Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, vor zwei Jahren kämpften Eltern sogar mit einer Demonstration um ein Besuchsrecht.

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