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Kiel Kieler Erklärung: Alle müssen handeln
Kiel Kieler Erklärung: Alle müssen handeln
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05:00 29.09.2018
Von Christian Trutschel
Erfreut über die hohe Teilnehmerzahl des 34. Deutschen Naturschutztages in Kiel zeigten sich die Veranstalter (v. li.) Christof Martin vom Bundesverband Beruflicher Naturschutz, Dr. Alfred Herberg vom Bundesamt für Naturschutz, Helga Inden-Heinrich vom Deutschen Naturschutzring und, als Vertreter des gastgebenden Bundeslandes, Thorsten Elscher vom Landesumweltministerium. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Es sei nicht die Erklärung der Veranstalter des 34. Deutschen Naturschutztages (DNT), betonte DNT-Pressechefin Nina Slattery am Freitag im Audimax beim Pressegespräch zur „Kieler Erklärung“, sondern die Erklärung aller Teilnehmenden. Der DNT geht am Sonnabend mit einem Rekordergebnis von mehr als 1300 Teilnehmenden, darunter etwa 200 aus Jugendverbänden, zu Ende.

Sieben Seiten umfasst die „Kieler Erklärung“ und sechs große Forderungen: „Marine Lebensräume und Lebensgemeinschaften nachhaltig schützen, marine Umwelt nachhaltig nutzen, Vermüllung der Meere stoppen und militärische Altlasten beseitigen, Einträge von Nähr- und Schadstoffen erheblich reduzieren, negative Auswirkungen der Energiegewinnung begrenzen, Administration und rechtliche Regelungen wirksamer machen!“

Die Kieler Erklärung im Wortlaut

Der umfassende Schutz der Meere betreffe letztlich jeden einzelnen Menschen, heißt es in der Präambel: "Alle müssen handeln.“ Trotz internationaler und nationaler Vereinbarungen mangele es „eklatant an der konsequenten Realisierung“.

Effektives Management gefordert

45 Prozent aller deutschen Meeresgebiete sind in der europäischen Schutzkategorie Natura 2000, sagte Dr. Alfred Herberg vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). „Aber das heißt noch nicht, dass der Naturschutz auch umgesetzt wird. Wir müssen ein effektives Management hinbekommen und ein Monitoring sicherstellen, um zu sehen, ob die Maßnahmen funktionieren und Ge- und Verbote eingehalten werden. Nur so kommen wir zur Reduzierung aller gegenwärtigen Beeinträchtigungen durch Schifffahrt, fischereiliche Tätigkeiten, Tourismus.“

Die Politik, hob Helga Inden-Heinrich vom Deutschen Naturschutzring (DNR) hervor, müsse dringend Weichen stellen für die Aus- und Weiterbildung von Artenkennern: „Vermittlung von Artenkenntnis ist in den letzten drei Jahrzehnten an deutschen Schulen und Hochschulen systematisch abgebaut worden. Was man aber nicht kennt, das schützt man auch nicht.“

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