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Kiel Vorhang auf für den zweiten Auftritt
Kiel Vorhang auf für den zweiten Auftritt
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13:31 09.09.2018
Von Kristian Blasel
Diskutierten zum Auftakt der Digitalen Woche Kiel im RBZ (v.l.): Moderator Jan Malte Andresen, Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht und Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

Mit dem Kieler Shanty-Chor de Plattfisch fing der Abend ganz analog an, danach stand endgültig die Digitalisierung mit all ihren Chancen, Entwicklungen und Gefahren im Zentrum. „Ich bin ziemlich stolz“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, „weil die Digitale Woche von alleine Fahrt aufgenommen hat.“ Einer der großen Erfolge der Woche sei es bereits, dass „wir die vielen Menschen mit digitaler Kompetenz in Kiel zusammenbekommen haben“.

In diesem Jahr werde die Woche noch professioneller sein, versprach er. „Und dann kann es wie bei der Kieler Woche die nächsten 125 Jahre so weitergehen“, sagte Kämpfer im Auftaktgespräch mit dem neuen Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht und Moderator Jan Malte Andresen vor mehreren hundert Zuhörern - die allerdings zahlreiche Mikrofonpannen erleben mussten. „Das ist Kieler Standard“, scherzte Kämpfer, dem technische Probleme von der Kieler Woche im Juni vertraut seien.

Digitalminister Jan Philipp Albrecht betonte den Wert von „Netzwerken“

Begeistert von der neuen Veranstaltungswoche zeigte sich auch Jan Philipp Albrecht, der ebenfalls den kommunikativen Wert hervorhob. „Es geht in dieser Woche nicht darum, die Großen zu kopieren, sondern Netzwerke zu entwickeln, die zu unserer Region passen“, sagte Albrecht.

Immer wieder ging von Kiel aus der Blick in Richtung Kalifornien

Gleichzeitig war an diesem Abend der Blick immer wieder nach Kalifornien gerichtet, wo der OB kürzlich mit einer 60-köpfigen Delegation aus Schleswig-Holstein zu Gast war. Wissenschaftsjournalist und „Zeit“-Kolumnist Christoph Drösser, der in San Francisco lebt, war als „Keynotespeaker“ eingeladen worden. „Wie beeinflussen Algorithmen unser tägliches Leben?“, lautete die Leitfrage seines Vortrags. Drösser verdeutlichte einerseits, wie genau Algorithmen bereits Privates bis hin zur sexuellen Orientierung ermitteln können, ohne dass dies den meisten Menschen bewusst sei. Gleichzeitig wies er auf die Grenzen und Gefahren hin - wenn, wie geschehen, Algorithmen bei der Bilderkennung schwarze Menschen und Gorillas verwechseln oder das KZ-Eingangstor in Auschwitz für ein Klettergerüst halten.

Victoria Bergemann setzte sich im digitalen Poetry Slam durch

Schleswig-Holsteins Vorzeige-Poetry-Slamer Florian Hacke und Victoria Bergemann zeigten schließlich, was Siri und Alexa noch nicht können: Mit Sprache so zu spielen, dass sich das Publikum ohne Touch-Screens und Social-Media-Nutzung glänzend amüsiert. Bergemann, die sich Gedanken über „Digitalisierung“ und "Extremismus“ machte, hatte beim Publikum am Ende die Nase knapp vorn. Und die Digitale Woche war damit in bester Stimmung gestartet. 

Das komplette Programm der nächsten Tage finden Sie hier.

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