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Kiel Erneut Shisha-Bar in Kiel geschlossen
Kiel Erneut Shisha-Bar in Kiel geschlossen
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08:44 07.01.2018
Von Tanja Köhler
In einer Shisha-Bar in Kiel waren die Kohlenmonoxid-Werte zu hoch. Quelle: imago/HRSchulz
Kiel

Schwere Zeiten für Shisha-Bars in Kiel: Polizei, Gewerbeaufsicht und Ordnungsamt haben in den vergangenen Monaten vermehrt die Schließung von Wasserpfeifen-Lounges im Stadtgebiet angeordnet. Überall wies die Feuerwehr zu hohe Kohlenmonoxid-Werte nach.

Anfang Dezember wurde eine 19-Jährige nach dem Rauchen einer Wasserpfeife in einem Lokal in der Hamburger Chaussee bewusstlos – nur zweieinhalb Wochen nach einer großen Kontrolle mehrerer Shisha-Bars. In der Nacht zu Silvester brach ein Mann (19) vor der Tür einer Shisha-Bar in der Kirchhofallee zusammen. Die Ärzte diagnostizierten eine Kohlenmonoxid-Vergiftung, die Lounge wurde vorübergehend geschlossen. 

Einsatz nach Ruhestörung in Shisha-Bar

Keinen Verletzten gab es in der Nacht zu Sonntag: Die Polizei rückte nach einer Ruhestörung um 23.30 Uhr mit vier Streifenwagen zur Shisha-Bar an der Eckernförder Straße aus. Die Berufsfeuerwehr unterstützte den Einsatz mit acht Leuten. Sie sollten die Belastung durch das farb- und geruchlose Gas zu messen, das beim Rauchen der Wasserpfeifen freigesetzt wird. Da die Werte überschritten wurden, musste die Bar ihre Gäste gegen Mitternacht nach Hause schicken. Die Bar bleibt laut Polizei nun so lange geschlossen, bis die Ursache der erhöhten Werte geklärt ist.

Shisha-Trend: Ärzte warnen vor Risiken und Nebenwirkungen

Kohlenmonoxid kann Kopfschmerzen und Schwindel auslösen, zu Bewusstlosigkeit führen und in hoher Konzentration tödlich wirken. Da die Zahl der Kohlenmonoxid-Vergiftungen in Deutschland steigt, schlagen die Ärzte Alarm: Über 40 Shisha-Raucher mussten 2017 mit lebensgefährlichen Kohlenmonoxid-Vergiftungen in der Druckkammer behandelt werden. 2015 war es nur eine Person.

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung können sich beim langjährigen Shisha-Rauchen die Lungenfunktion verschlechtern und das Krebsrisiko erhöhen. Die Annahme, dass der Rauch aus Wasserpfeifen weniger schädlich als der von Zigaretten sei, sei falsch. Das Gegenteil sei der Fall.

Studie: Jeder fünfte Schüler raucht Shisha

Das Wasserpfeifen-Rauchen ist mittlerweile auch bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet. Von den Schülern der Klassen fünf bis zehn haben laut einer DAK-Studie 22 Prozent schon einmal Tabak aus einer sogenannten Shisha geraucht. Sechs Prozent konsumieren dies regelmäßig, also mindestens einmal im Monat.

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