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Kiel Baustelle kommt besser voran als geplant
Kiel Baustelle kommt besser voran als geplant
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09:49 06.09.2017
Von Frank Behling
14 neue Festmachertonnen kommen in die Kieler Förde. Die N7 ist als erste Tonne eingetroffen. WSA-Leiter Henning Dierken (li.) und Projektleiter Olaf Seifert sind zufrieden. Quelle: Frank Behling
Kiel - Friedrichsort

Im Oktober vorigen Jahres starteten die Bauteams mit dem Ponton „Kurt“ die Bohrungen. Mehr als ein Jahr war für das Bohren der 567 Pfähle vorgesehen. „Wir wollten eigentlich erst zum Jahreswechsel diese Arbeiten beenden. Das wird jetzt aber früher der Fall sein“, sagt Projektleiter Olaf Seifert. Grund dafür sind fehlende Widerstände im Fördeboden. Es wurden so gut wie keine Findlinge aus der Steinzeit im Grund gefunden.

„Wir werden die Arbeiten in den nächsten Tagen auf die andere Seite der Förde verlagern. Das war eigentlich erst für Anfang nächsten Jahres geplant“, sagt Seifert. Während die Hauptanlage mit den gewaltigen Messanlagen vor Friedrichsort auf dem Fördegrund installiert wird, entsteht vor Möltenort eine zweite Messstrecke für die Nord-Süd-Richtung.

In der großen Halle des ehemaligen Marinefliegerhorstes werden jetzt die Sondenrohre gebaut, die später bis zu 24 Meter lang sind und in den Fördegrund eingelassen werden. Für die Befestigung werden unter Wasser 567 Betonpfähle verwendet. Sie tragen die Sondenrohre und später auch die Sondentische aus speziellem Holz, das resistent gegen jede Art von Bohrwürmern ist. Der Bau der Anlage gehört zu den aufwendigsten Projekten an der Küste. Etwa 63 Millionen Euro werden bis 2021 investiert. Einen Teil davon übernimmt die niederländische Marine, die zukünftig auch in Kiel ihre Schiffe entmagnetisieren lässt.

Sichtbar werden später nur 14 große gelbe Festmachertonnen sein. Die erste Tonne mit der Bezeichnung „N7“ ist gerade angeliefert worden und wartet in Holtenau auf das Auslegen.

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