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Kiel Gold im Gesundheitscheck
Kiel Gold im Gesundheitscheck
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17:46 15.05.2018
Von Christin Jahns
Christoph Brügge (links) und Julian Kühl aus Hamburg haben am Zahncheck teilgenommen und dafür eine goldene Gesundheitsmedaille bekommen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

"Sport ist das Medium und die Chance für Inklusion, aber nicht alles", sagte Christiane Krajewski, Präsidentin der Special Olympics, bei der Eröffnung des Gesundheitsprogramms auf dem Nordmarksportfeld. "Wer sich nicht so gut artikulieren kann, kann vielleicht nicht sagen, dass seine Schuhe zu klein sind. Unser Ziel ist, dass die Athleten gesundheitlich genauso durchgecheckt sind wie jeder andere Sportler auch."

Zahn- und Mundhygiene

Um das zu erreichen, können die Athleten während der Spiele in einem Zelt auf dem Nordmarksportfeld an Gesundheitchecks in den Bereichen Fußgesundheit, Bewegung, gesunde Lebensweise, Hören, Sehen und innere Stärke teilnehmen. Direkt neben dem Eingang geht es zum Zähneputzen und von dort aus in den Darkroom, wo Zahnbelege mittels einer Flüssigkeit sichtbar gemacht werden. "Bei mir ist alles in Ordnung", sagt Christoph Brügge. Der Leichtathlet aus Hamburg war schon bei den internationalen Spielen in Los Angeles dabei und rechnet sich bei den nationalen Wettkämpfen in Kiel Chancen im Fünfkampf aus. "Am Gesundheitsprogramm habe ich bisher kaum teilgenommen", erzählt Brügge. "Heute möchte ich aber mindestens drei Stationen schaffen, dann bekommt man als Preis eine elektrische Zahnbürste."

Doch auch unabhängig von der Zahnbürste lohnt sich der Gesundheitscheck für die Athleten. Nach der Untersuchung von Zahnärztin Gabriela Haas aus Schleswig wird Christoph Brügge und den anderen Teilnehmern eine goldene Gesundheitsmedaille verliehen, und bei der Station "Besser Sehen" gibt es kostenlose Brillen, Schutzbrillen oder Sonnenbrillen. "Wir überprüfen die Sehstärke, das farbliche und räumliche Sehen und messen den Augeninnendruck", erläutert Werner Eisenbarth vom Zentrum für angewandte Sehforschung in München, der gemeinsam mit Studenten und anderen Freiwilligen die Augenprüfungen betreut. Nach der Untersuchung können die Teilnehmer sich ein Gestell aussuchen und die fertige Brille in der Regel schon am nächsten Tag abholen.

Feedback und Preise

Wie wichtig die Untersuchungen sind, zeigen die Zahlen: "Von 190 Untersuchungsteilnehmern am Montag brauchten 100 eine Brille, die anderen haben eine kostenlose Sonnenbrille bekommen", erläutert Eisenbarth. "Wir haben es hier mit hohen Fehlsichtigkeiten und Hornhautverkrümmungen zu tun."

Den Athleten selbst kommt es bei den Gesundheitschecks auch auf das Feedback an: "Es ist gut zu hören, dass man sich Probleme nicht nur einbildet, dann kann man gezielt daran arbeiten", sagt Christoph Brügge, der dieses Mal drei Programme geschafft hat und eine elektrische Zahnbürste mit nach Hause nehmen konnte.

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