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Sanieren oder neu bauen?

Friedrich-Junge-Schule Sanieren oder neu bauen?

Die Friedrich-Junge-Schule in der Langenbeckstraße 65 entstand 1950 bis 1953. Heute sind die Gebäude stark sanierungsbedürftig. Was auf der Mängelliste steht und wie weiter verfahren werden soll, erläuterte die Immobilienwirtschaft dem Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm.

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Timo Dittrich, Vorsitzender des Ortsbeirates Schreventeich/Hasseldieksdamm sah sich den Sanierungsbedarf an den Gebäuden der Friedrich-Junge-Schule am Standort Langenbeckstraße an.

Quelle: ih:Ingrid Haese

Kiel. Gabriele Wiesmann-Liese, Leiterin der Immobilienwirtschaft, berichtete, dass zu den unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden der Friedrich-Junge-Grundschule und der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule ein Gutachten-Vorentwurf vorliege. Das mehrgeschossige Hauptgebäude habe ein marodes Mauerwerk mit Frostschäden im Verblendwerk. Die Treppenhäuser seien statisch abgängig, das Mauerwerk bröckele. In einem schlechten baulichen Zustand seien auch die Balkonumläufe an den Gebäuden am Atrium mit seiner Naturaula. Des Weiteren fehlten an den Brüstungen Verankerungen. In der angrenzenden Turnhalle dringe Grundwasser ein. Erneuert werden müssten in den alten Schulgebäuden zudem sämtliche Fenster, ebenso die Heizungs- und die Sanitäranlagen sowie die Elektrotechnik.

Es wird ein Beteiligungsverfahren zu den Planungen geben

„Es gibt drei Möglichkeiten: Wir sanieren die Gebäude komplett oder wir machen eine Teilsanierung und eine Teilerneuerung oder wir reißen ab und bauen neu“, resümierte Gabriele Wiesmann-Liese und kündigte das Beteiligungsverfahren „Leistungsphase Null“ an. Dafür hat die Stadt jetzt einen Architekten beauftragt. Er soll sich mit Denkmalschutzvertretern, einem beauftragten Pädagogen sowie mit Vertretern der Schule, der Schüler und der Eltern an einen Tisch setzen. Thomas Willers, Leiter der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule, sagte auf der Ortsbeiratssitzung: „Wir brauchen für unsere pädagogische Arbeit zusätzliche Differenzierungsräume. Und wir müssen uns digital aufstellen. Das alles ist sehr schwierig in den alten Gebäuden. Ich bin für einen Neubau.“

Ortsbeiratsvorsitzender Timo Dittrich rief beim Termin vor Ort in Erinnerung: „Der Ortsbeirat hat bereits im Februar 2014 in einem Antrag dazu aufgefordert, die Schule unverzüglich zu sanieren und das Raumkonzept den modernen pädagogischen Standards anzupassen. Wir brauchen zeitnah eine Entscheidung, wie es weitergehen soll.“

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