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Kiel Mit Panda und Hai auf dem Klo
Kiel Mit Panda und Hai auf dem Klo
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08:00 07.09.2018
Von Karina Dreyer
Verschönerten ihre Schultoiletten: Kunstlehrerin Isabell Karich mit den Künstlerinnen (von links) Natalia, Emmi, Paula und Sylvia. Quelle: Karina Dreyer
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Kiel

Streetart über den Urinalen, Graffiti an den Wänden und ein großer Hai, der scheinbar über die Jungsklos schwimmt. „Das war vorher teilweise unerträglich und ist jetzt sehr viel besser geworden“, lobte der 13-jährige Schüler Sean bei der Besichtigung. Auch bei den Mädchen fühlen sich die Benutzerinnen gleich wohler: „Wir haben eine helles Blau auf die unschönen Flecken gemalt, darüber weiße Wolken getupft“, beschreibt Ronja, eine der sechs Künstlerinnen, die mit Kunstlehrerin Isabell Karich zwei Stunden in der Woche und noch drüber hinaus die Toiletten aufgemöbelt haben. Nun sorgen frische Kirschbäume und Pandabären des Wahlpflichtfaches Gestalten der neunten Klasse für ein angenehmes Ambiente.

Idee kam aus der Zeitung

„Wir haben in Zeitungsartikeln gelesen, dass andere Schulen ihre Toiletten verschönert haben, das wollten wir dann auch machen und haben Ideen gesammelt“, beschreibt Paula. Wer mal muss, der soll das auch können und mögen, erklärt Karich die Idee dahinter. Und so wurde skizziert, ein Modell erarbeitet, um das Okay vom Schulleiter zu bekommen, Schablonen hergestellt, Projektor eingesetzt, gemalt und vieles mehr. Ein Jahr lang.

Schulleiter Michael Willers lud zur „Vernissage im Klo, das hatten viele noch nicht gehört und reagierten sehr lustig“, beschrieb er. Aber im Gegensatz zur zeitlich begrenzten Kunstausstellung sei diese nun dauerhaft. Damit sie auch dauerhaft sauber und angenehm zu nutzen ist, wurden Regeln in Form von Handymitteilungen auf die Wände gebracht. Die Jungs müssen künftig nun „genauer zielen, spülen, alles sauber halten und auf Wasserschlachten verzichten“, so Karich. Denn neben den 500 Euro Materialkosten gingen zahlreiche Arbeitsstunden für die Mädchen ins Land. „Das hat so viel Mühe gemacht, bitte haltet alles sauber, denn es sind ja eure Räume“, betonte sie.

Vertrag über sorgsamen Gebrauch

Um die Bitte zu bekräftigen, gab es am Ende der Vernissage Zettel mit einem Vertrag samt Unterschrift, die Toilettenräume sorgsam zu nutzen und eine Mitverantwortung dafür zu tragen. Es gab die Idee von Seiten der Schüler, Kameras zu installieren. „Das ging natürlich wegen dem Schutz der Privatsphäre nicht, aber wir haben dafür Kameras an die Wand gemalt, als kleine Erinnerung, sich an die Regeln zu halten“, erklärt Karich.

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