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Kiel Reizthema Jugendliche und Alkohol
Kiel Reizthema Jugendliche und Alkohol
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07:00 14.06.2018
Von Niklas Wieczorek
Einen Blick in den Rucksack dürfen sich die Jugendschutzstreifen auf der Kieler Woche immer verschaffen. Quelle: Awil
Kiel

1. Nicht zu viel trinken

Sooke Dittbrenner von der Stadt Kiel ist für die Jugendschutzstreifen aus zwei städtischen Pädagogen und zwei Polizisten verantwortlich. Sie gehen ab 17 Uhr durch die Stadt, suchen das Gespräch mit Jugendlichen und weisen darauf hin, Maß zu halten. Das Komasaufen? "Das geht in den Jahren insgesamt zurück. Wir haben sehr, sehr wenige, die besinnungslos irgendwo herumhängen", sagt Dittbrenner.

2. Nur das trinken, was erlaubt ist

Es ist Jugendlichen ab 16 Jahren selbstverständlich auf der Kieler Woche erlaubt, Bier, Wein und ähnliches zu trinken – wie es im Jugendschutzgesetz steht. "Meine Beobachtung ist: Die Jugendlichen machen auch genau das, was sie dürfen", sagt Dittbrenner. Hochprozentiges aber ist unter 18 tabu. Das setzen die Streifen mithilfe der Polizisten auch durch: Schnaps wird im Zweifelsfall beschlagnahmt, und dann kommt ein Brief an die Eltern. Unangenehm.

3. Zeiten und Orte einhalten

Die Streifen sind bis etwa 22 Uhr unterwegs, so Dittbrenner. Hörn und Hauptbahnhof statten sie immer einen Besuch ab. Das Programm der Kieler Woche geht an einigen Ecken länger, aber endet meist etwa um 23 Uhr. Als Faustregel für Ausgehzeiten kann gelten: 14 bis 15 Jahre etwa bis 22 Uhr, bis 16 Jahre bis 23 Uhr, bis 18 Jahre bis 24 Uhr.

4. Auf Sicherheitskräfte und Anweisungen achten

Dass die Jugendschutzstreife eine Kombination aus Pädagogen und Polizeibeamten ist, hat Gründe: Nur Polizisten dürfen Alkohol beschlagnahmen. "Wir verschaffen uns auch einen Blick in die Rucksäcke", sagt Dittbrenner. Außerdem muss das Jugendschutzgesetz aushängen, wo ausgeschenkt wird.

5. Aufeinander achtgeben

Sooke Dittbrenner verdeutlicht, dass sie stets die Fittesten in einer Gruppe darauf ansprechen: "Passt mal auf ihn oder sie auf." Auch K.o.-Tropfen seien ein Risiko. Aber auf Jugendliche achten sollten natürlich auch die Eltern, Aufsichtspersonen und andere Erwachsene. Ein gefährliches Trinkverhalten werde von denen in unserer Gesellschaft häufig genug vorgelebt, erinnert Sooke Dittbrenner.

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