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Kiel Für Weber ist 2017 Schluss im Landtag
Kiel Für Weber ist 2017 Schluss im Landtag
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19:19 10.07.2015
Von Martina Drexler
Jürgen Weber (SPD) kandidiert nicht mehr für den Landtag. Quelle: Thomas Eisenkrätzer (Archiv)
Kiel

Jürgen Weber sei „gewiss nicht politikmüde“, aber es sei Zeit für einen Generationswechsel, betonte der Historiker: „Die Kieler SPD hat die Chance, auf Erfahrung zu setzen und sich gleichzeitig jünger und weiblicher aufzustellen bei der Auswahl ihrer Abgeordneten.“

 Erst vor wenigen Wochen hatte Ministerpräsident Torsten Albig bekannt gemacht, im Wahlkreis Kiel-Nord antreten zu wollen. 2012 ging der Wahlkreis mit 39,8 Prozent der Erststimmen an den SPD-Kandidaten Rolf Fischer. Für ihn rückte Tobias von Pein nach, weil Fischer als Staatssekretär ins Wissenschaftsministerium wechselte und sich 2017 nicht wieder bewerben will.

 Gegen den Regierungschef wird wohl keiner der Genossen seinen Hut in den Ring werfen, doch die nicht ganz überraschende Nachricht, dass Jürgen Weber seine Karriere beendet, läutet den Wettbewerb um den Einzug in den Landtag ein. Da Kiel traditionell als SPD-Hochburg gilt, gewannen die Kandidaten die drei Wahlkreise immer direkt. Bernd Heinemann, der über den Sieg im Wahlkreis Ost 2012 in den Landtag zog, hat sich offiziell zwar noch nicht erklärt, aber es ist kein Geheimnis, dass er gern wieder antreten will.

 Doch nicht nur die für Juli 2016 angesetzte Kür für die Landtagswahl heizt die Nachfolgediskussion in der Partei an. Nachdem der bisherige Kieler SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels im Frühjahr neuer Wehrbeauftragter wurde, ist auch diese Spitzenpostion zur Bundestagswahl 2017 zu vergeben.

 Die 1600 Mitglieder starke Partei, sagte Weber, werde über das Ticket nach Berlin nach einem „öffentlichen Dialog“ vermutlich im September/Oktober 2016 entscheiden. Als Kreisvorsitzender will er dazu beitragen, den Wettbewerb so „fair, kreativ und offen“ wie möglich zu machen. Zu möglichen Namen sagt er nichts, auch wenn schon seit Wochen unter anderem SPD-Ratsherr Falk Stadelmann oder Wirtschaftsstaatssekretär Frank Nägele Ambitionen nachgesagt werden. Weber: „Wir haben in Kiel viele hervorragende Genossinnen und Genossen in unserer Stadt, die ihre Interessen in den Parlamenten vertreten können und werden.“ Eines ist für ihn dabei „schwer vorstellbar, nämlich, dass die Kieler SPD mit vier Männern ins Rennen geht“.

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