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Kiel Verletzte und sieben Festnahmen bei Demo
Kiel Verletzte und sieben Festnahmen bei Demo
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21:54 18.12.2016
Von Frank Behling
Die ersten Zusammenstöße mit der Polizei gab es auf dem Vinetaplatz in Kiel-Gaarden. Quelle: Frank Behling
Kiel

Am Ende blieb es nicht beim friedlichen Austausch von Argumenten: Am Sonntag trafen in Gaarden Türken und Kurden aufeinander. Kritisch wurde es vor allem, als beide Gruppen sich auf dem Vinetaplatz gegenüberstanden. „Die Kundgebung für die Türkei wurden von Privatpersonen angemeldet“, sagte Polizeisprecher Matthias Arends. Nicht angemeldet war dagegen eine Demonstration einer kurdischen Gruppe, die auch von deutschen Teilnehmern aus dem linken Spektrum unterstützt wurde. Noch während die Menschen zur Kundgebung kamen, gab es in den Seitenstraßen zum Vinetaplatz heftige Auseinandersetzungen mit mehreren Verletzten. Sieben Frauen und Männer wurden teilweise unter Widerstand vorläufig festgenommen. Polizeibeamte wurden nach Angaben von Arends ebenfalls angegriffen, allerdings nicht verletzt. Zwei Rettungswagen mussten anrücken.

200 Polizeibeamte waren in Gaarden

Die Polizei hatte im Vorfeld der Demonstration starke Kräfte zusammengezogen. Mindestens 200 Beamte waren allein in Gaarden präsent. Zudem standen Wasserwerfer und ein gepanzertes Fahrzeug mit Räumschild bereit. „Wir demonstrieren hier für die Türkei und gegen den Terror der PKK“, sagte einer der Organisatoren. Kurz nach 14 Uhr setzte sich der Demonstrationszug unter den Rufen „Türkiye, Türkiye“ in Richtung Karlstal und Gablenzbrücke in Bewegung. Im Laufe der Demonstrationen stießen weitere Teilnehmer dazu, darunter auch Familien mit Kindern.

Viele türkischstämmige Bürger standen aber auch teils kopfschüttelnd am Straßenrand. „Erdogan ist kein Demokrat“, sagte ein Werftarbeiter türkischer Abstammung, der das Treiben am Bahnhof skeptisch verfolgte. Bei der Auflösung der Kundgebung am Bahnhof waren es um 15.30 Uhr rund 500 Teilnehmer. Anschließend musste die Polizei noch dreimal einschreiten: Nach dem Überqueren der Hörnbrücke wurden die pro-türkischen Demonstranten von kurdischen Sympathisanten provoziert. Dabei kam es zu Ausschreitungen. Gegen 17 Uhr musste die Polizei zwei kurdische Gruppen stoppen, die zur Gartenstraße wollten, um dort für die Freilassung ihrer zuvor festgenommenen Sympathisanten zu demonstrieren. Eine Gruppe von etwa 50 kurdischen Aktivisten zog dabei durch die Holstenstraße und wurde am Kleinen Kiel gestoppt. Gegen 18 Uhr lösten sich die Demonstrationen auf. Die Polizei war aber bis in den Abend in der Stadt präsent.

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