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Weiterbetrieb soll bald amtlich sein

Gemeinschaftskraftwerk Weiterbetrieb soll bald amtlich sein

Das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) wird wohl, wie von den Stadtwerken erhofft, ein Jahr länger in Betrieb bleiben. Die beiden Gesellschafter, Stadtwerke Kiel und Uniper, wollen einen entsprechenden Vertrag für den Weiterbetrieb etwa bis Mitte Januar unterschreiben.

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Hier gehen die Lichter noch nicht aus: Ein Jahr länger wird das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) nach aller Voraussicht am Netz bleiben.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Kiel - Neumühlen-Dietrichsdorf. „Mit Uniper als zweitem Gesellschafter sind wir uns prinzipiell einig“, sagte Frank Meier, Vorstandvorsitzender der Stadtwerke Kiel. Wie berichtet haben sich genügend Mitarbeiter bereit erklärt, bis zum Frühjahr 2019 an Bord zu bleiben. Ursprünglich sollte das Kohlekraftwerk zum 31. März 2018 stillgelegt werden.  „Nach Abschluss der erforderlichen juristischen Detailverhandlungen mit Uniper werden die Verträge mit den GKK-Mitarbeitern abgeschlossen. Wir sehen dabei aktuell keine großen Hürden mehr“, sagt Meier.

Die knapp 100 Beschäftigten des GKK waren vor Weihnachten auf einer Belegschaftsversammlung über die Perspektiven informiert worden. Um möglichst viele Mitarbeiter zu halten, hatte der Stadtwerke-Vorstand angeboten, den Beschäftigten ein halbes Jahr über ihre Vertragslaufzeit hinaus ein volles Gehalt zu zahlen. Der Betriebsratsvorsitzende Rainer Gibson bezeichnet die Stimmung unter den Mitarbeitern trotz der optimistischen Worte aus der Stadtwerke-Führung als „etwas angespannt“, da der Einigung nach wie vor die Verbindlichkeit fehle: „Eine Halteprämie ist ja schön, langsam wollen die Kollegen aber auch etwas Schriftliches in der Hand haben.“

Dezent auf die Uhr blickt auch die GKK-Geschäftsführung: „Wir gehen davon aus, dass der Vertrag für den Weiterbetrieb etwa bis Mitte Januar unterschrieben ist“, sagt Hans-Dieter Nehrhoff (Uniper), der das Gemeinschaftsunternehmen als Technikchef und Kraftwerksleiter gemeinsam mit seinem kaufmännischen Kollegen Matthias Brock (Stadtwerke) führt.

Auf der Großbaustelle für das Küstenkraftwerk geht es unterdessen endlich in dem Tempo weiter, das vorgesehen ist. Der Generalunternehmer, die Kraftanlagen München GmbH (KAM), hat einen neuen Bauzeitenplan vorgelegt, der derzeit mit den Stadtwerken geprüft wird. „Aus jetziger Sicht sind keine weiteren Verzögerungen aufgetreten. Die Qualität der Bauabwicklung auf der Baustelle hat sich verbessert“, teilten die Stadtwerke auf Nachfrage mit. 

Von Kristian Blasel und Ulrich Metschies

Von KN-online

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