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Kiel Schutz für Fußgänger und Radfahrer
Kiel Schutz für Fußgänger und Radfahrer
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09:00 16.03.2018
Von Oliver Stenzel
Damit sie ihren Prädikat Fahrradstraße bald noch mehr die Ehre machen kann, soll die Gerhardstraße vor der Einmündung Waitzstraße demnächst für Autos gesperrt werden. Quelle: Oliver Stenzel
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Kiel

Als Teil der Kieler Velorouten soll die Gerhardstraße eigentlich den Radlern das Leben leichter machen, die hier entsprechende Vorrechte genießen und eine gute Wegalternative zur Holtenauer Straße finden sollen. Allerdings haben auch die Autofahrer die Vorzüge der parallel zu dieser verlaufenden Fahrradstraße entdeckt, die ohne Ampeln auskommt und damit eine zügige Durchfahrt garantiert. Die Folge: Das Radfahren ist dort keineswegs so gefahrlos, wie zu wünschen wäre, Gefahrensituationen zwischen Auto- und Radfahrern sind an der Tagesordnung. Dementsprechend häufen sich hier seit Längerem die Beschwerden über Kraftfahrzeuge, die zu schnell und ohne Rücksicht auf Fahrradfahrer durch die Tempo-30-Zone fahren.

Auto-Verbot geplant

Bereits im Juli 2017 hatte sich der Ortsbeirat Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook mit dem Thema befasst und dabei sogar eine Sperrung der Gerhardstraße für den motorisierten Durchgangsverkehr diskutiert. Im Ergebnis entschieden sich seine Mitglieder aber stattdessen dazu, die Verwaltung aufzufordern, Maßnahmen zur Förderung der Sicherheit von Fahrradfahrern in der Gerhardstraße zu entwickeln. Auf der jüngsten Sitzung gab nun Uwe Redecker vom Tiefbauamt als Radverkehrsbeauftragter der Stadt Auskunft über die geplanten Maßnahmen. Diese deckten sich in weiten Teilen mit einem Antrag, den SPD und Grüne für den Fall der Fälle bereits vorbereitet hatten. Perspektivisch soll die Gerhardstraße an ihrer Südseite nach der Einmündung in die Jungmannstraße und an der Nordseite vor der Einmündung Waitzstraße gesperrt werden. Während das Verbot an der Südseite durch Durchfahrt-verboten-Schilder zum Ausdruck kommen soll, will die Stadt im Bereich der Waitzstraße zusätzlich Brunnenringe aufstellen, um die Durchfahrt für Autos zu blockieren. Die Mitglieder des Ortsbeirats ließen sich von diesen Vorschlägen unmittelbar überzeugen, so dass sie einstimmig für ihre Umsetzung plädierten.

Gefährliche Missverständnisse

Ebenfalls einstimmig beschlossen sie, die Verwaltung dazu aufzufordern, die rechten Fahrspuren bei den Bushaltestellen „Schauspielhaus“ beiderseits der Holtenauer Straße durch breite weiße Streifen und den Buchstaben „BUS“ als Busspuren zu kennzeichnen. Auf der Ostseite soll dies von der Fußgängerampel bis zum Ende der Bushaltestelle geschehen, auf der Westseite vom Ende der Einspurigkeit bis zum Ende der Bushaltestelle vor der Einfahrt ins Brauereiviertel. Mit der gegenwärtigen zweispurigen Befahrbarkeit der Holtenauer Straße würden, so der Antrag, Fußgänger und Radfahrer, die die Holtenauer Straße an den Bushaltestellen queren wollen, an diesem Punkt durch zweispurig die Straße beanspruchende Kraftfahrzeuge massiv behindert. Immer wieder werde beobachtet, dass Kraftfahrzeuge, deren Fahrer Fußgänger queren lassen wollen, von anderen Kraftfahrzeugen überholt werden. Dadurch würden immer wieder hoch gefährliche Missverständnisse entstehen. Solche Situationen sollen durch die vorgeschlagene Lösung in Zukunft verhindert werden.

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